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Anzeiger für Sternberg, Brüel, Warin

18. November 2017 | 09:33 Uhr

Sternberg : Autofahrer sehen zweimal Rot

vom
Aus der Redaktion des Anzeiger für Sternberg – Brüel – Warin

Auf dem Sternberger Mecklenburgring gab es gestern in kurzen Abständen halbseitige Sperrungen mit Baustellenampeln.

svz.de von
erstellt am 15.Mai.2014 | 17:19 Uhr

Angekündigt war das vom Schweriner Straßenbauamt. Dennoch mussten Autofahrer, die gestern durch Sternberg wollten, gute Nerven haben. Sie sahen auf dem Mecklenburgring zweimal im wahrsten und manche, die es eilig hatten, dann auch im übertragenen Sinne des Wortes Rot. Die Bundesstraße 104/192 war kurz aufeinander halbseitig gesperrt, den Verkehr regelten Baustellenampeln.

Wer aus Richtung Güstrow oder Dabel kam, hatte erst einmal die längere Baustelle zu passieren. Von dort, wo sich beide Bundesstraßen treffen, wird in zwei Abschnitten, die eine Gesamtlänge von 850 Metern haben, die linke Hälfte bis kurz hinter dem Walter-Rathenau-Platz und von dort bis zur Seestraße die gesamte Fahrbahn erneuert. Die rechte Hälfte des ersten Abschnitts hatte erst vor knapp zwei Jahren, als die
Kanalschächte bis in die Tiefe saniert bzw. mehrere zurück gebaut wurden, neuen Asphalt erhalten.


Rückstau zeitweilig fast bis zur Seestraße


Gleich hinter dem Finkenkamp dann die zweite Baustellenampel. Hier wurde bis etwa Schäferkamp um die in der vorigen Woche sanierten Kanalabdeckungen herum der Asphalt eingebaut. Wenn die Fahrzeugkolonne, die sich an der ersten Ampel am Ortseingang gebildet hatte, nun erneut auf Rot traf, hatten selbst Rechtsabbieger in den Finkenkamp keine Chance, denn der Rückstau reichte zeitweilig fast bis zur Seestraße. Sie mussten genauso wie jene auf Grün warten, die geradeaus Richtung Brüel wollten. Dort werden die weiteren Kanalschächte bis zum Bahnübergang demnächst auch gemacht, heißt es aus dem Straßenbauamt.

Mit der Fahrbahnerneuerung ging es gestern früh um 6 Uhr los. Kurz nach zehn war die erste Bahn zwischen Ortseingang und Walter-Rathenau-Platz abgefräst. Dann kam wechselseitig das Stück bis zur Seestraße dran. Eine Absperrfirma ist vor Ort, sagt Bauleiter René Holm. So gäbe es keinen Zeitverlust beim Wechsel zum nächsten Bauabschnitt oder bei Störungen an der Ampelanlage, die immer wieder mal auftreten könnten. „Wir sind dadurch flexibler.“

Die Fräse nimmt vier bis fünf Zentimeter Asphalt herunter, erklärt der Bauleiter. Dann wird gemeinsam mit dem Straßenbauamt die Oberfläche begutachtet, ob es Risse oder Schadstellen gibt. Wenn nötig, muss die Fräse dort noch einmal heran und tiefer gehen.

Vor dem Asphaltieren wird eine Art Geotextilgitter auf die gefrästen Flächen gespritzt und geklebt. Es soll später verhindern, dass sich Risse im Untergrund der Straße bis nach oben ziehen.

Heute wird von Walter-Rathenau-Platz bis Seestraße asphaltiert, am Sonnabend der andere Abschnitt. Weil der Asphaltbeton 24 Stunden braucht um auszukühlen, bleibt der Anschluss der B 192 über das Wochenende voll gesperrt. Für den Fernverkehr wird eine Umleitung über Pastin ausgeschildert.

Ein Anwohner vom Mecklenburgring, der das Geschehen gelegentlich beobachtete, hofft, „dass die Straße diesmal länger hält“, um nicht immer wieder mal eine große Baustelle buchstäblich vor der Haustür zu haben.

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