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Unfall bei Aquaplaning : Auto rammt Bus: Reisegruppe strandet auf der A 20

vom
Aus der Redaktion des Anzeiger für Sternberg – Brüel – Warin

Ein Autofahrer fährt bei Aquaplaning in einen Bus, sein Golf GTi brennt völlig aus. Die Autobahn ist für drei Stunden voll gesperrt.

Bedingt durch Aquaplaning nach Starkregen ereigneten sich am Freitag früh zwei Unfälle in beiden Fahrtrichtungen auf der A 20 – jeweils in Höhe der Abfahrt Wismar-West. Um 2.39 Uhr kam laut Polizeisprecherin Nancy Schönenberg ein 58-jähriger Däne mit seinem BMW in Richtung Lübeck ins Schleudern, driftete nach rechts in die Bankette und drehte sich. Es entstand Sachschaden, doch der Däne konnte die Fahrt anschließend fortsetzen.

Zwei Stunden zuvor hatte es nach den Regengüssen in der entgegengesetzten Richtung, ca. fünf Kilometer vorm Kreuz Wismar, einen Unfall mit schlimmeren Folgen gegeben. Involviert waren gegen 0.20 Uhr in Höhe km 73,146, so die exakte Polizeiangabe, ein VW-Pkw sowie ein ukrainischer Reisebus. Der 30-jährige Pkw-Fahrer kollidierte bei Starkregen und nicht angepasster Geschwindigkeit mit dem vor ihm fahrenden Reisebus, der mit 24 ukrainischen Touristen, zwei Reiseführern und dem Busfahrer besetzt war. Nach dem Aufprall landete der VW in der Mittelschutzplanke und geriet in Brand.

Als die 0.37 Uhr von der Integrierten Leitstelle Westmecklenburg alarmierten Feuerwehren aus Dorf Mecklenburg und Beidendorf mit insgesamt 17 Mann vor Ort eintrafen, stand der VW laut dem Dorf Mecklenburger Brandmeister Jan Brunokowski „im Vollbrand, die Person des Pkws konnte sich bereits selbst retten und wurde durch den Rettungsdienst ins Krankenhaus transportiert“. Dies geschah laut Polizei aufgrund Gesamtumstände des Unfallhergangs vorsichtshalber.

Der fast neue Golf GTI brannte völlig aus. Die Schadenssumme beläuft sich laut Polizei „auf mindestens 50 000 Euro“; der Schaden am ukrainischen Reisebus, älteren Baujahres, wird mit ca. 10 000 Euro angegeben.

Neben den beiden Feuerwehren aus Dorf Mecklenburg und Beidendorf, die vom Nordwestkreis auf dem betreffenden A 20-Abschnitt zwischen Wismar Mitte und Bobitz sowie in der Gegenrichtung von Wismar Mitte bis Kreuz Wismar bei Alarmierungen als genannter 1. Abmarsch getaktet sind, war auch ein Notarztfahrzeug vor Ort. Ferner kamen Kräfte der Autobahnmeisterei Upahl zur abschließenden Sicherung der Unfallstelle bzw. Beseitigung von Betriebsstoffen zum Einsatz.

Da der ukrainische Bus nicht mehr fahrbereit war, musste ein Ersatzfahrzeug angefordert werden. Denn für die unverletzt gebliebene 27-köpfige Reisegruppe gab es kein Weiterkommen. Da außerdem die Kommunikation mit den Osteuropäern kompliziert war, mussten laut Polizei „gefahrenabwehrende Maßnahmen für die Personen ergriffen werden“.

Über den Landkreis Nordwestmecklenburg konnte ein Ersatzbus organisiert werden. Der Busfahrer erklärte sich am Unfallort unbürokratisch bereit, die Ukrainer zu ihrem Reiseziel nach Spornitz zu fahren.

Der Autobahnabschnitt war bis gegen 3.20 Uhr voll gesperrt. 

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erstellt am 29.Jul.2016 | 16:23 Uhr

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