Warin : Ausschreibung für Turnhalle startet

Die beiden Seiten aus roten Ziegeln, zur Straße und rechts zur früheren Grundschule, bleiben so erhalten. Wo es Anbauten gab, wird die Fassade verputzt. Wobei links ein neuer Anbau für sanitäre Einrichtungen entsteht.  Fotos: Rüdiger Rump
Foto:
1 von 2
Die beiden Seiten aus roten Ziegeln, zur Straße und rechts zur früheren Grundschule, bleiben so erhalten. Wo es Anbauten gab, wird die Fassade verputzt. Wobei links ein neuer Anbau für sanitäre Einrichtungen entsteht. Fotos: Rüdiger Rump

Gestern wurde der Förderbescheid für den Umbau zum Gemeinschaftshaus in Warin überbracht. Mit 409 500 Euro fließen zwei Drittel der Kosten als Zuschuss.

von
03. Juni 2016, 05:00 Uhr

Die mündliche Zusage lag längst vor, gestern kam sie auf Papier: Nordwestmecklenburgs Landrätin Kerstin Weiss übergab dem Wariner Bürgermeister Michael Ankermann den Förderbescheid für die Sanierung der alten Turnhalle an der ehemaligen Grundschule. Sie soll ein Gemeinschaftshaus werden für Veranstaltungen unterschiedlichster Art, in dem sich aber auch Vereine oder die Senioren der Stadt treffen können.

Eine solche Räumlichkeit fehlt bislang. Die sanierte Sporthalle ist ausgelastet oder zu klein. Zudem müsste für größere Veranstaltungen das neue Parkett jedes Mal aufwändig ausgelegt werden. Zu wenig Platz bieten auch das Rathaus mit dem Naturparkzentrum und der Versammlungsraum der freiwilligen Feuerwehr. Der Saal im Hotel am Wariner See steht nicht immer zur Verfügung, so dass bei Bedarf in das ehemalige Gemeindehaus Klein Labenz ausgewichen wurde. Das künftige Domizil bietet bei Bestuhlung in Reihen rund 130 Plätze, sagt Bauamtsleiterin Anke Mansour.


Kleine Lose als Chance für heimische Firmen


Der Umbau des unter Denkmalschutz stehenden Gebäudes kostet ca. 546 000 Euro. 409 500 Euro und damit drei Viertel umfasst der Förderbescheid. Es handelt sich um ein Leitprojekt des Integrierten ländlichen Entwicklungskonzeptes (Ilek) im Landkreis Nordwestmecklenburg. Die Stadtvertretung hatte das Vorhaben im Oktober vorigen Jahres beschlossen, angesichts weiterer umfangreicher Investitionen in diesem Jahr sich jedoch vorbehalten, neu zu entscheiden, falls die Fördersumme unter 75 Prozent liegen sollte. Der Eigenanteil der Stadt von 136 500 Euro ist in den Haushalt 2016 eingestellt.

Die Baugenehmigung liegt vor, jetzt startet die Ausschreibung, die in Einzelgewerken erfolgt, erklärt Planer Olaf Voigt aus Weiße Krug. Kleine Lose seien von Vorteil für Firmen aus der Region und näheren Umgebung. Als Planer habe er dann den Bauablauf zwischen den Firmen zu koordinieren. „Vorhandene Bausubstanz umzugestalten und heutigen Anforderungen anzupassen, ist natürlich besonders spannend. Und da es eine Versammlungsstätte wird, gelten andere Richtlinien, etwa für den Brandschutz. Doch wir haben mit dem Landkreis vernünftige Lösungen gefunden“, so Voigt. Die Planung für Heizung und Sanitär wurde dem Büro Bernd Streginski in Brüel übertragen. Die Auftragsvergabe an die Gewerke ist für die nächste Sitzung der Stadtvertretung im Juli vorgesehen.

Die Grundschule hatte die Turnhalle zuletzt als Werkraum genutzt, bevor sie leer stand und jetzt nur noch als Lagerraum dient. Die Hülle bleibt bestehen, ebenso die Fassade an den beiden Seiten mit rotem Mauerwerk. Hier werden von innen hoch Wärme dämmende Ziegel gegengesetzt. Wo es Anbauten gab, werden die Wände von außen gedämmt und verputzt. Für sanitäre Einrichtungen, die gänzlich fehlen, erfolgt auf der linken Seite etwas versetzt ein kleiner Anbau mit Keller. Darin kommen Hausanschlüsse und Heizung unter, so der Planer.

Das leer stehende Mehrfamilienhaus daneben, das die Stadt erworben hat, und die ehemalige ebenfalls ungenutzte Regionalschule werden abgerissen. „Das wollen wir in den Sommerferien machen“, sagt Bauamtsleiterin Mansour. Bezahlt werden soll der Rückbau mit Restmitteln aus der Städtebauförderung, so dass der Stadt dafür keine Kosten entstehen.

Die Landrätin zeigte sich gestern besonders angetan, dass das Gemeinschaftshaus „in einem Ensemble“ mit Grundschule, Sporthalle und einer Kita sowie einer zweiten unweit entfernt geschaffen wird.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen