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Oldtimer-Museum Groß Raden : Ausfahrt mit des Deutschen liebstem Kind

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Die Straße von Sternberg nach Groß Raden war am Sonnabend erfüllt vom Auto-Geknatter. Es waren 35 Fahrzeuge der englischen Marke Triumph, die sich in Groß Raden im Oldtimermuseum zu einem Treffen eingefunden hatten.

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erstellt am 06.Aug.2012 | 10:31 Uhr

Groß Raden | Die Straße von Sternberg nach Groß Raden war am Sonnabend erfüllt vom Auto-Geknatter. An sich nichts Ungewöhnliches. Aber diesmal verursachten besondere Gefährte den Motorenlärm: Oldtimer. Es waren Besitzer von 35 Fahrzeugen der englischen Marke Triumph, die sich in Groß Raden im Oldtimermuseum zu einem Abschlusstreffen ihrer vorausgegangenen Ausfahrt eingefunden hatten, bevor es wieder in die Heimat ging. Die stolzen Oldtimerbesitzer gehören einer bundesweiten Interessengemeinschaft an, die sich regelmäßig zu Ausfahrten trifft. Es war der Hamburger Willi Soodmann, der diese Ausfahrt organisiert hatte. Er selbst war mit einem weißen Triumph TR 3, Baujahr 1956, gekommen. "Ich habe mir im vorhinein die Strecke ausgesucht. Hier in Mecklenburg fand ich ideale Bedingungen vor, was sowohl die Landschaft als auch die Straßenverhältnisse betrifft. Und wir fanden auch bezahlbare Unterkünfte in Güstrow", erzählte er begeistert. Diesmal habe die Ausfahrt über Güstrow, Krakow am See, Dobbertin, Goldberg, Sternberg nach Groß Raden geführt. "Eine herrliche Strecke für uns Hobby-Oldtimer-Freaks."

Sein Nachbar Jörg Hans, ebenfalls aus Hamburg, war mit einem schwarzen TR 3A Baujahr 1960, gekommen. Er erinnerte sich, dass er seit 1999 auf der Straße unterwegs und auch von dieser Landschaft begeistert sei. "Ich unternehme viele Tagesfahrten, da lernt man so einiges kennen. So auch Güstrow. Und ich bin gerne hier."

Auf dem Gelände des Oldtimer-Museums, das vom Verein der Freunde historischer Fahrzeuge unterhalten wird - ohne irgendeinen Zuschuss, nur aus Eintrittsgeldern - , saßen die Autofahrer dann gemütlich bei einer Tasse Kaffee und Kuchen zusammen. Und sie besuchten auch das Museum, das so manche Rarität zu bieten hat. Karl Möller, Vorstandsmitglied des Vereins, zeigte mit Stolz die hier ausgestellten Fahrzeuge, die zu 50 Prozent Eigentum der Vereinsmitglieder sind, aber auch aus Leihgaben bestehen. "Wir haben hier einige besondere Fahrzeuge", meinte er. "So zum Beispiel einen Brennabor vom Baujahr 1924 und einen Ford T. Und natürlich viele Zweiräder; etwa 120 an der Zahl." Eine Grade aus dem Jahre 1924 zähle zu den Raritäten: mit Karbidleuchte, Antrieb mit Metallringen, Klotzbremse am Hinterrad. Das Fahrzeug gehört Klaus Wandschneider aus Wismar.

Das Oldtimer-Museum besteht seit dem Jahre 1999. Gegründet und aufgebaut wurde es von Ronald Fentens, Ronald Ibendorf. Karl Möller und einigen anderen. "Leider fehlt es uns oft an Geld, um noch wirksamer zu werden", so Möller. "Und so mussten wir schon die Öffnungszeiten leider auch reduzieren." Und er überschlägt, dass man, um einigermaßen über die Runden zu kommen, etwa 4000 Besucher jährlich haben müsste. Die Saison beginnt am 1. April eines jeden Jahres und endet am 30. Oktober.

In Mecklenburg gibt es ungefähr fünf gleichgelagerte Museen. Zum Beispiel auf Usedom. Interessant ist auch das Schweriner Feuerwehrmuseum, die Landtechnik in Karow und das Wismarer Technik-Museum.

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