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Anzeiger für Sternberg, Brüel, Warin

17. November 2017 | 20:35 Uhr

Leezen : Aus Kochs Hotel wird Haus Jona

vom
Aus der Redaktion des Anzeiger für Sternberg – Brüel – Warin

Diakoniewerk Neues Ufer schafft Wohnraum für 40 Menschen mit Behinderungen am Dorfrand von Leezen

von
erstellt am 07.Feb.2017 | 12:00 Uhr

Halbzeit auf der derzeit größten Baustelle in Leezen: Das Diakoniewerk „Neuses Ufer“ lässt für 2,4 Millionen Euro das Gebäude von Kochs Hotel am Ortsausgang in Richtung Rampe in eine Wohnhaus für Menschen mit Behinderung umbauen. „Wir liegen im Plan“, sagt Falk-Dieter Kastaun, Baufachmann von Diakoniewerk. Im Herbst sollen hier 40 Personen einziehen. Fünf Wohngruppen für zwei bis acht Personen sowie drei separate Wohnungen finden auf drei Ebenen Platz. Alle Räume sind barrierefrei, zwei Drittel sogar rollstuhlgerecht. Dafür sorgt vor allem der Fahrstuhl an der Rückseite des Gebäudes.

„Es steht aber noch nicht fest, wer von den insgesamt 150 Bewohnern aus unseren vier Häuern hier einzieht“, erzählt Geschäftsführer Thomas Tweer. Doch es bleibt bei 150 Plätzen in vier Einrichtungen. Denn das Haus in Böken wird geschlossen, eine Sanierung wäre zu teuer. Und die Einrichtungen in Leezen, Rampe und Schwerin werden nach der Fertigstellung des neuen Domizils umgestaltet. „So schaffen wir bessere Bedingungen für alle unsere Bewohner“, freut sich Anke Roettig, Abteilungsleiterin Wohnen. Sie verrät auch schon den neuen Namen für das Leezener Objekt: Haus Jona. „Wir haben dazu eine Umfrage unter unseren Bewohnern gemacht“, erzählt Roettig. Die biblische Geschichte von Jona und dem Wal gab die Anregung. „Passt doch prima zu uns als christliche Einrichtung“, freut sich Thomas Tweer. Und letztlich wurde Jona ja nicht nur vom Wal verschluckt, sondern auch gerettet.

Dass die Umgestaltung in Leezen ein gemeinsames Projekt ist, zeigt nicht nur die Namenswahl. Fürs Frühjahr wird ein Baustellenfest vorbereitet, bei dem Bewohner, Mitarbeiter des Diakoniewerks und Leezener sich auf der Baustelle umschauen können. „Jetzt ist es noch zu früh und zu kalt für so eine Feier“, erläutert Berno Thim von der Behindertenhilfe beim Diakoniewerk. Und diese Einladung an die Leezener werde keine einmalige Sache bleiben. „Haus Jona wird ein offenes Haus“, betont Anke Roettig. Gemeinsame Veranstaltungen für alle Leezener sollen die Regel werden. „Die Bewohner von Haus Jona werden ja auch Leezener, können alle Einrichtungen und Angebote in der Gemeinde nutzen“, betont Tweer. Die beiden Einkaufszentren, Gesundheitseinrichtungen, Vereine – Leezen ist gut aufgestellt und die Bewohner von Haus Jona können trotz ihrer Behinderung am Gemeindeleben teilhaben. Das war unter anderem ein Grund für die Standortentscheidung. Hinzu kommt außerdem, dass der Arbeitsweg zu den Ramper Werkstätten kurz ist.

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