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Direktkandidat Passee : „Aus der Basis für die Basis“

vom
Aus der Redaktion des Anzeiger für Sternberg – Brüel – Warin

Adolf Wittek kandidiert im Wahlkreis 28 für „Die achtsamen Demokraten“ für den Landtag in Schwerin

Am 4. September sind Landtagswahlen. Im Wahlkreis 28 Nordwestmecklenburg II, der die Gemeinde Insel Poel sowie die Ämter Dorf Mecklenburg-Bad Kleinen, Gadebusch, Lützow-Lübstorf, Neuburg und Neukloster-Warin umfasst, wollen acht Direktkandidaten die meisten Stimmen erringen und so direkt in den neuen Landtag einziehen (siehe nebenstehende Liste).

SVZ stellt sie vor – heute Adolf Wittek, der für Die achtsamen Demokraten“ in den Landtag einziehen will.

„Ich bin ein absoluter Basisdemokrat“, kennzeichnet Adolf Wittek (61) seine politische Position. Für „Die achtsamen Demokraten“ tritt der Bürgermeister von Passee und Amtsvorsteher von Neukloster-Warin erstmals als Direktkandidat für den Landtag an, „um ein Zeichen zu setzen“. Auslöser sei die Politik der etablierten Landesregierung gewesen, die Kommunen mit viel zu wenig Finanzmitteln auszustatten und mit Verordnungen und Gesetzen zu drangsalieren. „Die Selbstverwaltung wird systematisch ausgehöhlt.“ Die Gängelei der Kommunen und der „Konzentrierungswahn durch die beamtete Bürokratie“ erschwere zunehmend das Leben im ländlichen Raum. Der Spielraum der Kommunen sei in Gefahr. „Wir leben von Almosen, die wir uns aus Fördertöpfen erbetteln müssen.“

So hat sich Adolf Wittek seine aktuelle Arbeit als Bürgermeister nicht vorgestellt. Seit Beginn der 1990er -Jahre ist der gelernte Landwirt im Amt – „leidenschaftlich und pragmatisch“. Erst war er zwei Jahrzehnte lang überzeugter Sozialdemokrat. „Der Parteiwechsel ist dann langsam gewachsen.“ Den wohl größten Anstoß habe die Agenda 2010 verursacht, die ihn letztlich aus der SPD vergrault habe.

„Die achtsamen Demokraten“ treten laut Wittek gegen die Aushöhlung der Kommunen an. „Selbstverwaltung ist einer der wichtigsten Bausteine der Demokratie.“ Unter der von Landesregierung und ihren Spitzenbeamten verordneten Finanznot jedoch leide die Infrastruktur im ländlichen Raum. „Der öffentliche Nahverkehr wird kaputt gespart“, nannte Wittek ein Beispiel. Auch Kulturarbeit auf dem Lande sei inzwischen ohne funktionierende Vereine kaum noch zu finanzieren. „Kommunen werden im Schuldensumpf erstickt.“

Deshalb seien „Die achtsamen Demokraten“ angetreten, um engagierten Menschen vor Ort Mitwirkungsmöglichkeiten zu eröffnen. „Nur so können individuelle Entwicklung der Gemeinden und die Vielfalt in unserem Land erhalten bleiben.“ Deshalb brauche das Land eine Regierung, in der mehr Vertreter aus den Kommunen arbeiten und die ihre Städte und Gemeinden wieder als Partner sieht. „Aus der Basis für die Basis“, lautet Witteks passender Wahlkampfspruch. Von der Öffentlichkeit werde seine Partei jedoch leider fast kategorisch totgeschwiegen und nur äußerst selten zu Diskussionsrunden eingeladen, klagte der Direktkandidat.

Er geht davon aus, dass die Wahlbeteiligung deutlich über dem historischen Tief von 2011 liegt. Adolf Wittek rechnet außerdem sogar damit, dass aufgrund lokaler Bekanntheit durchaus ein oder zwei ihrer Kandidaten aus der Parteiliste direkt als Abgeordnete in den Landtag einziehen.  

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