Brüel : Aufregend, stürmisch, aktivierend

Burkhard Liese, 1. stellvertretender Bürgermeister, überreichte Blumen an Sandra Sulkowski, Jochen Quandt, Wolfgang Rudat, Christine Klingohr und Rupert Günther Schröder (v. r.). Fotos: roswitha spöhr
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Burkhard Liese, 1. stellvertretender Bürgermeister, überreichte Blumen an Sandra Sulkowski, Jochen Quandt, Wolfgang Rudat, Christine Klingohr und Rupert Günther Schröder (v. r.). Fotos: roswitha spöhr

Brüeler Neujahrsempfang im Atrium der Schulen bot Möglichkeit, Bilanz zu ziehen und auf 2016 zu blicken.

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15. Januar 2016, 23:20 Uhr

„Der Bürgermeister hat mich gebeten, dass wir auf dem Neujahrsempfang auftreten“, sagt Dr. Ulrich Meyer von der Brüeler Dachkammerband. Die Gruppe spielt seit 2013 in der Besetzung Peter Kahl, Erhard (Eddi) Meißner und Dr. Meyer, im März 2014 kam Sängerin Kerstin Koberstein dazu. Auf dem Neujahrsempfang zu spielen, war für die Dachkammerband eine Premiere. Es gab eine weitere am Donnerstagabend im Atrium der Brüeler Schulen. Mädchen und Jungen der Grundschule überraschten mit einem Musical nach dem Ballett „Der Nussknacker“ und wurden für ihre wunderbare Aufführung mit lang anhaltendem Beifall belohnt. Immer mit dabei ist die „Brüeler Blasmusik“, die auch vorgestern Abend wieder von der Galerie aufspielte.

Den Part des Gastgebers hatte Burkhard Liese, 1. stellvertretender Bürgermeister, übernommen. Er versuche, den Empfang auch im Namen des Bürgermeisters durchzuführen, erklärte er. Jürgen Goldberg war aufgrund eines Trauerfalls nicht anwesend. „Es ist ein gut gefülltes Haus“, so Liese, was er auch als Anerkennung für die Arbeit in der Stadtvertretung werte. 2015 sei „aufregend, äußerst stürmisch, teilweise hektisch – aber auch aktivierend und herausfordernd“ für die Stadt und ihre Ortsteile gewesen, erklärte er. Eines der wichtigsten Vorhaben der letzten Jahre konnte dank kurzfristig zugeteilter Fördermittel und einer schon länger vorhandenen Planung umgesetzt werden, „die grundlegende Sanierung der Straße zum Roten See“. Beendet werden konnte ebenso die Grundsanierung der
Feierhalle auf dem Friedhof, bilanzierte er. In seinen Dank an alle Beteiligten, die dies möglich machten, schloss er die privaten Investoren ein, die Gebäude sanieren, um- oder neu bauen.

Liese erinnerte an den verheerenden Tornado, der am
5. Mai 2015 mehr als 40 Gebäude in Brüel und Thurow beschädigte, Autos verbeulte, Bäume entwurzelte, und ebenso an den selbstlosen Einsatz der Feuerwehr und die solidarisch handelnden Bürger nach diesem Naturereignis.

In diesem Jahr werde, um Kosten zu sparen, die Straßenbeleuchtung auf LED-Technik umgestellt, kündigte er an. In Vorbereitung befände sich die Neugestaltung der Schmiedestraße, für die es positive Signale bezüglich einer Förderung gebe. „Unsere Aufgabe besteht dann wieder darin, den Eigenanteil aufzubringen. Daher ist es eine der Hauptaufgaben für die Stadtvertretung und deren Ausschüsse, einen genehmigungsfähigen Haushalt zu diskutieren und letzten endlich zu beschließen“, erklärte Liese. Neu zu bedenken sei die Entwicklung der Landwirtschaft in der Region. Diskussionen und kritische Betrachtungen seien erwünscht, eine zu einseitige Herangehensweise bringe jedoch keinem etwas. „Die derzeit entstandene Lage sollten wir als Chance begreifen und prüfen, was machbar und nachhaltig wirkend realisierbar ist“, appellierte er.

Burkhard Liese sagte vorgestern Abend allen Dank, die sich für die Stadt, ihre Ortsteile und für die in Brüel und Golchen wohnenden Flüchtlinge engagieren. Blumen gab es für Jochen Quandt, dem Sternberger Verwaltungschef, „der immer, wenn etwas war, Brüel zur Seite gestanden hat“, Lehrerin Sandra Sulkowski, die u.a. mit den „Schulhofspatzen“ Großartiges leistet, Anke Zelas (in Abwesenheit) vom Mehrgenerationenhaus und Christine Klingohr vom Golchener Hof für ihr Kümmern um Flüchtlinge. Mit Blumen willkommen geheißen in Brüel wurden Pastor Rupert Günther Schröder und Polizeioberkommissar Wolfgang Rudat als Kontaktbeamter.

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