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Anzeiger für Sternberg, Brüel, Warin

16. Dezember 2017 | 23:17 Uhr

Brüel : Aufraffen und selbst aktiv werden

vom
Aus der Redaktion des Anzeiger für Sternberg – Brüel – Warin

Brüeler Neujahrsempfang im Atrium der Schulen „Am Stadtpark“. Unter den Gästen Dr. Harald Ringstorff, Ministerpräsident a.D.

von
erstellt am 28.Jan.2017 | 05:43 Uhr

Immer wieder mussten am Donnerstagabend weitere Stühle in das Atrium der Schulen „Am Stadtpark“ gestellt werden, so groß war das Interesse am Neujahrsempfang der Stadt Brüel. Besonders herzlich begrüßt wurde Dr. Harald Ringstorff, Ministerpräsident a.D. Er komme immer wieder gern nach Brüel, erklärte er gegenüber SVZ. „Man hat Übersicht über alle Probleme und man trifft alle Bekannten.“ Peter Davids, zehn Jahre Amtsvorsteher und 15 Jahre lang Blankenberger Bürgermeister, pflichtete bei. „Nur weil ich die Ämter nicht mehr inne habe, lasse ich die langjährigen Kontakte doch nicht abreißen“, sagte er.

Der Blick gehe nach vorn zu den neuen Aufgaben und Anforderungen, so der Brüeler Bürgermeister Jürgen Goldberg in seiner Neujahrsansprache. Trotzdem sollte sich auf das Vergangene und Erreichte besonnen werden, „nicht, um uns in gewissen Erfolgen zu sonnen, sondern um klar die kommenden Herausforderungen zu erkennen“. Die Stadtvertretung habe sich in ihrem Handeln von den Gesamtinteressen der Kommune – Brüel, Thurow, Keez, Golchen und Necheln – leiten lassen. „Unsere Beschlüsse wurden nach intensiven, auch kritisch-kontroversen Diskussionen gefasst und für deren Verwirklichung gesorgt, gemeinsam mit dem Amt“, erklärte er. Verbessert habe sich die Einbeziehung und Beteiligung davon betroffener Bürger.

In seiner Bilanz des Erreichten nannte der Bürgermeister die sanierten Häuser durch private Investoren, den Ausbau der Schmiedestraße – in der die Fußgänger jetzt auch den neuen Gehweg und nicht mehr die Straße benutzen –, die „bedeutend“ verbesserte technische Ausstattung der freiwilligen Feuerwehr und das beräumte ehemalige Gelände des Kreisbetriebes für Landtechnik in Thurow. Mit Bedacht sollte überlegt werden, wie und was hier entwickelt werden kann. „Für Thurow öffnen sich neue Fenster, besonders; was die Ortsgestaltung angeht.“

Für den Ausbau eines Teils der Brüeler Bahnhofstraße sind Fördermittel beantragt, der städtische Eigenanteil ist gesichert. Die Gesamtverkehrsproblematik ist weiterhin aktuelles Thema für Stadtvertretung und Ausschüsse. Beschlüsse zur Verkehrsführung und -beruhigung sind und werden gefasst. Für 2017 ist die Oberflächensanierung auf dem Spiegelberg und in der Ernst-Thälmann-Straße angekündigt. Als dringend notwendig nannte Goldberg die Sanierung eines Teils des Bürgersteigs in der Feldstraße, „auch weil hier viele Senioren mit Rollatoren unterwegs sind“. 2017 auf den Weg gebracht werden müssen eine Reihe von Planungen, auch, um Fördergelder einzuwerben, kündigte Jürgen Goldberg an und verwies auf das Wohnungsbaugebiet Mühlenberg und den Alleeweg in Brüel, Thurow, die Zufahrt nach Alt Necheln und das Warnow-II-Projekt.

Dass sich so viele Bürger – Junge und Ältere – in losen Gruppen, Vereinen, Verbänden oder als Einzelpersonen für soziale, sportliche, kulturelle und Umweltbelange einsetzen, sei für ihn ein „starkes emotionales Erlebnis“, dankte Goldberg. „Hier leben wir, die meisten leben hier gerne.“

Sagen müsse er aber auch, dass „nicht alle Träume reifen. Mit aller Kraft werden wir dafür sorgen, dass die touristische Perle unserer Region, unser Rote See, ein kräftiges, neues Leben erhält, damit die Saison 2017 erfolgreich starten kann“.

Brüel habe vieles, worum es von anderen beneidet werde, sagte der Bürgermeister. „Man muss sich nur aufraffen und selbst aktiv werden. Hier kann man leben und zu Hause sein.“  

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