Sternberg : Auf Suche nach dem richtigen Job

Mandy Steinberg kam zusammen mit ihrem jüngsten Sohn Yaman, um sich über die Stellenangebote zu informieren.
Mandy Steinberg kam zusammen mit ihrem jüngsten Sohn Yaman, um sich über die Stellenangebote zu informieren.

Stellencafè im Sternberger Rathaus. In der Region sind noch viele Arbeitsplätze frei – für Fachkräfte aber auch für Helfer

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21. Februar 2018, 05:00 Uhr

Trotz Arbeitskäftemangels in vielen Betrieben sind zahlreiche Menschen der Region weiterhin ohne sicheren Job. Das wurde am Dienstag beim Stellencafè im Rathaus Sternberg deutlich. 89 Besucher wurden gezählt, die sich über offene Stellen informierten.

Einer davon war beispielsweise Peter Warncke aus Brüel, der einen Bundesfreiwilligendienst absolviert. Für die Zeit danach sucht er einen Job. Leider kommen einige Stellenangebote für ihn nicht in Frage, weil er kein Auto hat und so beispielsweise Parchim schlecht erreichbar ist, sagt er.

Mandy Steinhagen aus Brüel gehört zu einer Branche, wo viele Arbeitskräfte gesucht werden. Sie ist Fachkraft in der Gastronomie und macht ihre Meisterausbildung. Allerdings ist sie alleinstehend mit drei Kindern. Dadurch kann sie viele Jobs nicht annehmen. Zur Zeit arbeitet sie als Aushilfe in einem Hotel im Bereich Crivitz. Ihr Chef überlege, sie später ganz einzustellen. Durch ihre laufende Qualifizierung hofft die junge Frau auf einen Job, bei dem sie Arbeit und Kinder unter einen Hut bringen kann. So studierte sie die Stellenangebote, die am Dienstag im Sternberger Rathaussaal hingen. Die Brüelerin hatte wie viele andere Besucher eine Einladung durch das Jobcenter bzw. die Arbeitsagentur zum Stellencafé erhalten.

Petra Weis, Beauftragte für Chancengleichheit beim Jobcenter, zeigte sich zufrieden. Es haben viele Gespräche stattgefunden zwischen Jobsuchenden und Mitarbeitern vom Arbeitgeberservice der Arbeitsagentur. Sie ist optimistisch, dass sich daraus in der nächsten Zeit einige Verträge ergeben.

Zum siebten Mal finden in diesen Tagen die Stellencafès statt: am Montag in Lübz, am Dienstag in Sternberg, in den nächsten Tagen in Hagenow, Ludwigslust und Parchim. Das Besondere daran ist, dass die Arbeitssuchenden bei dieser Gelegenheit nicht mit ihren sonstigen Ansprechpartnern zu tun haben, sondern mit den Mitarbeitern von der Arbeitsagentur, die durch den engen Kontakt zu den Unternehmen wissen, was in den Firmen Sache ist.

Allein im Sternberger Bereich sind 40 bis 50 Stellen frei, sagt Petra Weis. Gesucht werden nicht nur Fachkräfte sondern auch Helfer. Und in allen Bereichen - von pflegerischen bis kaufmännischen – gebe es Arbeitskräftebedarf. Das Angebot an offenen Stellen werde immer größer. Und einige Betriebe hätten auch begriffen, dass sie beim Lohn eine Schippe drauf legen müssen.

Was mögliche Probleme mit der Mobilität angeht, so verweist Petra Weis darauf, dass es viele Projekte gebe, mit denen der Erwerb des Führerscheins unterstützt wird. Wenn sich eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung anbahnt, kann sogar der Kauf eines Pkw mitfinanziert werden. Und als Option könne vom Jobcenter auch ein Umzug gefördert werden.

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