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Warin : Auf einmal geht’s schnell mit dem schnellen Internet

vom
Aus der Redaktion des Anzeiger für Sternberg – Brüel – Warin

Telekom plant bis Juni 2016 Freischaltung für die Vorwahlen Warin und Ventschow.

svz.de von
erstellt am 04.Dez.2015 | 16:32 Uhr

Ein Leerrohr nach dem anderen lässt die Telekom derzeit im Wariner Raum verlegen. In der Jesendorfer Gemarkung, in Richtung Neperstorf, wurden darin bereits die Kabel für schnelleres Telefonieren und schnelles Internet durchgezogen. Für die anderen Ortsteile wurden die Kabel an die bestehenden Telefon-Masten angebracht (SVZ berichtete). Parallel ließ das Unternehmen auch in Ventschow – in der Friedensstraße sowie der Straße der Jugend – Kabel verlegen.

Jetzt fanden Bauarbeiten entlang der L031 zwischen Nisbill und Warin statt. Und in der Zwei-Seen-Stadt wurde jüngst an der B 192 in Richtung Reinstorf gebuddelt. Dabei mussten Hartmut Schoknecht und seine beiden Kollegen der Firma LTS aus Gnoien, die jeden Tag pendeln, in der Wismarschen Straße auf 55 Metern Kleinbagger unterstützte „Handarbeit“ verrichten. Wegen der vielen Leitungen und Kabel im Kreuzungsbereich B 192/ L031. An anderer Stelle hingegen konnte gebohrt werden. „Die Glasfaserkabel kommen später rein“, so Schoknecht.

Wie der zuständige Telekom-Pressesprecher in Berlin, Georg von Wagner, auf SVZ-Nachfrage erklärte, wird „Warin bis spätestens Ende erstes Halbjahr 2016 angeschlossen. Das gilt fürs gesamte Ortsnetz mit der Vorwahl 038482; also auch für Weiße Krug, die Gemeinde Bibow sowie die Wariner Ortsteile wie Klein und Groß Labenz. Alle haben bis dahin schnelles Internet.“ Gleiches treffe laut dem Sprecher auch für die Ventschower Vorwahl 038484 zu – neben Ventschow auch für Jesendorf mit seinen Ortsteilen.

Auch in der Gegenrichtung waren LTS-Arbeiter zugange. Mitte November ließ die Telekom in einer Leerrohrtrasse Glasfaserkabel einziehen und -blasen. Es war der letzte Abschnitt auf dem Leitungsweg von Sternberg – Sagsdorf – Sülten – Brüel – Tempzin nach Warin.

Die Hintergründe der Aktivitäten der Deutschen Telekom AG sind zweierlei. Zum einen muss der Konzern bis 2018 seine ISDN-Verbindungen auf Voice over IP umstellen. Da ist schnelles Internet quasi ein Nebenprodukt. Zudem reagiert man auf die Konkurrenz. Nachdem z. B. die Wemacom, eine Tochter des regionalen Energieversorgers Wemag sowie der Stadtwerke Schwerin, nach Ventschow auch in Jesendorf aktiv wurde, war plötzlich auch die Telekom vor Ort.  

 

Kommentar: Es lebe die Konkurrenz

Konkurrenz belebt bekanntlich das Geschäft. Zu sehen ist das in der Wariner Region in Sachen schnelles Internet. Den Bürgermeistern aus Warin, Bibow oder Jesendorf klingen die Absagen des Telekommunikationsriesen darüber, dass in ihren Bereichen nichts vorgesehen sei, noch in den Ohren.

Dann trat ein Konkurrenzunternehmen auf den Plan – und plötzlich geht’s: Die Telekom macht seit dem Sommer mobil! Die Leute freut’s. Der Dauerärger über das lahme Netz hat zwischen Groß Labenz und Bibow bald ein Ende.

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