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Bundesstraße wird saniert : Auf der B104 bestens im Zeitplan

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Aus der Redaktion des Anzeiger für Sternberg – Brüel – Warin

Die Bundesstraße zwischen Sternberg und Abzweig Loiz ist komplett abgefräst und wird von Donnerstag bis Sonntag in zwei Abschnitten voll gesperrt.

Die vier Zentimeter dicke Asphaltdecke wurde in der vorigen Woche abgefräst, gestern an drei Stellen auch die Binderschicht in einer Stärke von sechs Zentimetern auf einer Länge zwischen 100 und 170 Metern sowie unterschiedlich breit. Hier gingen die Schäden tiefer, so dass ein Fließ eingebaut wird, das die Tragfähigkeit stärken und eine erneute Rissbildung verhindern soll, erklärt Polier Thomas Susemihl von der Straßenbaufirma Eurovia. Insgesamt wird die Bundesstraße 104 auf den 3,6 Kilometern zwischen Ortsausgang Sternberg und Abzweig Loiz im Auftrag des Schweriner Straßenbauamtes erneuert.

Was die Fräse abnehme, werde ins Mischwerk gefahren und dort prozentual neuem Asphalt beigegeben. Die Bauarbeiten haben gleich nach Pfingsten begonnen, liegen „bestens im Zeitplan“ und gehen nun in die entscheidende Phase. Sie wurden abschnittsweise bei halbseitiger Sperrung durchgeführt, den Verkehr regelten Baustellenampeln. „Das hat sehr gut geklappt. Bei dem, was hier lang rollt, hatte ich mir das schlimmer vorgestellt“, sagt der Polier.

Anfangs sei in den Hauptzeiten viel los gewesen, „doch der Verkehr hat nachgelassen. Von denen, die sich auskennen, hat sich wohl mancher eine andere Strecke gesucht.“ Für die Ampelphasen habe es feste Zeiten gegeben. „Wir hätten aber sofort eingreifen und die Programmierung verändern können, wenn es nötig gewesen wäre; dazu haben wir jemanden hier“, so der Polier.

Gestern wurde lediglich dort, wo noch die Binderschicht herunter musste, der Verkehr halbseitig vorbei geleitet. Entsprechend kurz wie die Straßenabschnitte blieben auch die Wartezeiten. An den ersten beiden Schadstellen hinter Sternberg, 100 bzw. 120 Meter lang und 1,60 bzw. 2,60 Meter breit, wurde das Fließ gleich gestern eingebracht, bei der vor dem Abzweig Loiz, 170 Meter auf voller Breite, geschieht das heute.

Am Mittwoch wird der Einbau der Asphaltdecke vorbereitet, für den sich eine Vollsperrung ab diesem Donnerstag um 8 Uhr notwendig macht. Die ist in zwei Abschnitten geplant: am Donnerstag und Freitag vom Ortsausgang Sternberg bis zum Abzweig Pastin sowie am Sonnabend und Sonntag von dort bis zum Abzweig Loiz.


Umleitung über Pastin bzw. Groß Raden


An den ersten beiden Tagen erfolgt die Umleitung von Sternberg auf der B 192 in Richtung Dabel und der Landesstraße 16 über Pastin zur B 104 zurück bzw. umgekehrt, dann am Wochenende auf der Landesstraße 141 über Groß Raden und Rosenow sowie über Lübzin auf der Kreisstraße 108 bis zur Mustiner Kreuzung.

Zunächst werde über die volle Breite ein Haftkleber aufgesprüht, erklärt Susemihl. Der müsse mindestens zwölf Stunden aushärten bzw. brechen, wie der Fachmann dazu sagt. „Sonst würden die Laster, die den Asphalt anfahren, an den Reifen den ganzen Kleber wieder mitnehmen, wahrscheinlich bis nach Witzin“, sagt der Polier schmunzelnd.

Die Fahrbahndecke werde ebenso in einem Arbeitsgang in der ganzen Breite aufgetragen, am Freitag auf dem ersten Abschnitt. Auf dem zwischen den Abzweigen Pastin und Loiz werde anschließend bis in die Nacht der Haftkleber aufgesprüht und nach der nötigen Brechzeit am Sonnabend die Asphaltdecke eingebaut. Sei die richtig ausgekühlt, wofür 24 Stunden gebraucht würden, komme gleich die Markierung auf die Fahrbahn, teils noch am Sonntag.

Tags darauf stünden Restarbeiten an, wie die Zufahrten nach Pastin und Loiz. An dem Tag müssten die Kraftfahrer noch einmal mit halbseitigen Sperrungen rechnen, an denen Baustellenampeln wieder den Verkehr regeln. Die Einschränkungen wollten die Straßenbauer allerdings so gering wie möglich halten, versichert der Polier.

Alle Planungen gingen freilich davon aus, dass das Wetter mitspielt, fügt er an. Bei Regen könnten weder Haftkleber noch Deckschicht aufgetragen werden. Dann müssten die Arbeiten unterbrochen und auf einen anderen Termin verschoben werden. Die abgefräste Straße mit ihrer rauhen Oberfläche könne wie jetzt befahren werden, wobei 50 km/h als zulässige Höchstgeschwindigkeit gelten.

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erstellt am 24.Mai.2016 | 05:00 Uhr

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