Jahresbilanz 2017 : Auf 25 Kilometern neue Radwege

Die Radgruppe des ADFC Wismar mit ihrer Chefin Marie-Anne Schlaberg (vorn) freut sich über jede neue Radstrecke.
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Die Radgruppe des ADFC Wismar mit ihrer Chefin Marie-Anne Schlaberg (vorn) freut sich über jede neue Radstrecke.

Einige Trassen werden, teils witterungsbedingt, erst nächstes Jahr fertig. Heißes Eisen L 031.

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16. Dezember 2017, 12:00 Uhr

Freie Fahrt von Schwerin nach Boltenhagen! Mit dem Rad. Nachdem der knapp zwei Kilometer lange Abschnitt zwischen Upahl und Rüting vor wenigen Wochen übergeben wurde, ist die erste Radtrasse von der Landeshauptstadt zur Ostseeküste komplett. „An der L 03 gelangt man ab sofort über Pingelshagen, Cramonshagen und Mühlen-Eichsen sowie dann weiter nach Grevesmühlen bis nach Boltenhagen“, so Tobias Bremer, Sachgebietsleiter im Dezernat 2 des Straßenbauamtes Schwerin gegenüber SVZ.

Und auch an der B 106 nach Schwerin tut sich was. Zwischen Niendorf und Groß Stieten wurde seit Spätsommer auf einer Länge von 2,3 Kilometern gebaut. Die Borde sind gesetzt, doch seitdem ruht die Arbeit. Bremer: „Durch das nasse Wetter werden wir hier nicht wie geplant fertig. Die Schwarzdecke kommt jetzt erst kommendes Frühjahr rauf.“ 2018 soll dann zudem der nächste Abschnitt von Niendorf bis Wendisch-Rambow (Gemeinde Bad Kleinen) gebaut werden, bestätigt Bremer. Länger dauert es mit den dann noch fehlenden 2,2 Kilometer von Wendisch Rambow bis Ortseingang Zickhusen, da hier wegen der zu überquerenden Bahnstrecke ein Planfeststellungsverfahren zwingend vorgeschrieben ist.

Sollte der Lückenschluss im vom Straßenbauamt nicht bezifferten Zeitraum dann erfolgt sein, kommen die Radler auch von Schwerin durch nach Wismar. Und hier über die Westtangente bis Beckerwitz und Wohlenberg.

Insgesamt wurden 2017 durchs Schweriner Straßenbauamt im Westmecklenburg knapp 25 Kilometer Radwege an Bundes- und Landesstraßen gebaut beziehungsweise angefangen. Wie schon an der B 106 wird aus gleichem Grund freilich auch der Radweg an der L12 zwischen Gressow und Barnekow (Gemeinde Gägelow) nicht fertig.

Was 2018 konkret hinzukommt, dazu hält man sich beim Straßenbauamt bedeckt. „Das ist Sache der jeweiligen Kreise“, betont Tobias Bremer. Auf konkrete Nachfrage, ob es stimme, dass es 2018 ein Planfeststellungsverfahren für die fehlenden 5,6 Kilometer an der L 102 zwischen Jesendorf und Wietow geben soll, so verneinte Bremer das. „Ein Vorentwurf liegt im Entwurf vor. Für den Abschnitt Wietow - Schimm wird der im Frühjahr im Amt in Dorf Mecklenburg ausgelegt.“ Weiter bis Jesendorf sei man „zeitlich etwas hinten dran“, aber auch hier könnte es bei Ende ’18 einen Vorentwurf geben. Gelöst werden muss u.a. noch die Kieswand-Probematik des Kiestagebaus Dörner direkt an der L 102 bei Tarzow. Zum heißen Eisen Radweg an der L 031 zwischen Ventschow und Warin, wo es seit einigen Jahren bereits eine sehr aktive Bürgerintiative samt Rad-Demos gibt, wollte Bremer nichts sagen und verwies ans Ministerium.

Im Sternberger Seenland tut sich erst einmal nichts

Stiefmütterlich ausgestattet in Sachen Radwegen ist das Sternberger Seenland. Und da ändert sich erst einmal auch nichts. „Irgendwann in den kommenden Jahren könnte hier was passieren, nicht zeitnah“, so Bremers Aussage. Radweg-Niemandsland herrscht aktuell sowohl an der B 192 von Warin über Blankenberg und Brüel und von da auf der B 104 über Weitendorf, Sternberg bis nach Witzin. Wobei sich die Weitendorfer Passage als Nadelöhr erweist. „Ein hochkompliziertes Gebiet wegen des schwierigen Untergrunds, der dortigen Gewässer“, so Bremer. Aber man wolle jetzt die alten Vorplanungen „aufleben lassen“.

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