Weiße Krug : Auch zwei Raritäten im Korb

Lehrwanderung: Reinhold Krakow und Peter Kofahl (v.r.) verfügen über viel Pilzsachkunde. Nach Weiße Krug waren Pilzfreunde aus Wismar, Bad Kleinen und Rosenow gekommen.
Lehrwanderung: Reinhold Krakow und Peter Kofahl (v.r.) verfügen über viel Pilzsachkunde. Nach Weiße Krug waren Pilzfreunde aus Wismar, Bad Kleinen und Rosenow gekommen.

Auf Pilzlehrwanderung im Revier Weiße Krug nur wenig für Kochtopf-Mykologen, aber relativ seltene Exemplare für Experten.

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28. Juli 2015, 16:30 Uhr

Günstige Wachstumsbedingungen vorausgesetzt, kann hier eine Vielzahl leckerer Speisepilze vorkommen, weiß Pilzberater Reinhold Krakow vom Mykologischen Informationszentrum „Der Steinpilz“ in Wismar. Die jüngste Pilzlehrwanderung hatte in das Radebachtal geführt und die Teilnehmer dann doch ein bisschen enttäuscht. „Aus Sicht des Korbfüllens gab es sehr wenig Pilze, aber für eine Lehrwanderung sehr viele“, resümiert Krakow.

Relativ selten ist der Anhängsel-Röhrling, der in der Literatur manches Mal auch als Gelbfleischiger Steinpilz benannt wird. Der essbare Pilz, den Krakow gefunden hatte, kommt in die Ausstellung im „Steinpilz“, die er jetzt in der Regel zweimal in der Woche bestückt. Peter Kofahl entdeckte den seltenen Kornblumen-Röhrling. „Ein herausragender Fund“, sagt Krakow.

Im Radebachtal gebe es ausgedehnte Laub- und Nadelwälder. An den teils steilen Hangterrassen dieses Bachtales befänden sich abwechselnd saure und kalkhaltige Bodenschichten, was eine vielfältige und interessante Pilzflora zur Folge habe, so Krakow. Das Revier Weiß Krug sei eines der besten durch die hier vorkommenden Kalkauswaschungen. Wenn auch nur in wenigen Exemplaren, so wanderten denn doch auch der echte Steinpilz, der ab Juli erscheint und bis November wächst und der jetzt häufiger vorkommende Sommersteinpilz in die Körbe der mitgekommenen Kochtopf-Mykologen.

Das Radebachtal empfiehlt der Pilzberater aber aus einem weiteren Grund. „Die Naturparkverwaltung hat hier Informationstafeln aufgestellt. Da bekommt man viel Wissen vermittelt über die Geschichte, den Boden, die Pflanzen. Das ist sehr empfehlenswert für Spaziergänger.“

 
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