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Borkow : Auch mit dem Akkuschrauber muss eine FÖJlerin umgehen können

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Aus der Redaktion des Anzeiger für Sternberg – Brüel – Warin

Insgesamt gibt es sieben „Einfallstore“ in den Naturpark Sternberger Seenland.

„Es gibt kein Wetter“, verkündet Francis Breitenreiter, die als Rangerin im Naturpark Sternberger Seenland arbeitet, angesichts des gestrigen Schietwetters.

Ihr Spezialgebiet ist der Fischotter. Doch fürs Monitoring, sprich dessen Zählung sowie Verbreitung im insgesamt 540 Quadratkilometer umfassenden Naturpark, ist gerade nicht die rechte Zeit. „Besser wäre dafür, wenn es kälter würde “, so Breitenreiter.

Gestern stand für die Rangerin sowie ihre Ranger-Kollegin Birgit Erlebach und Lineke Lenferink in Borkow etwas viel Profaneres an – die Holzrahmen für die Naturparkschilder mussten wieder angebracht werden. „Anfang Dezember haben wir sie abgenommen, den alten Lack abgeschliffen und sie dann wieder angestrichen. Es soll doch alles chic sein, wenn die Urlaubssaison wieder beginnt, aber natürlich auch schon für die Wintergäste“, verkündet Breitenreiter.

Dass Naturparkranger im wahrsten Sinn des Wortes mit allen Wassern gewaschen sein müssen, bewies der gestrige Tag. Drei Grad plus, gefühlt um den Gefrierpunkt, und dazu auch noch ausdauernder Nieselregen ließ vor allem Lineke Lenferink unübersehbar frösteln. Die Teenagerin aus Niedersachsen ist seit 1. September vergangenen Jahres als so genannte FÖJlerin im Wariner Naturparkzentrum tätig. FÖJ steht dabei für Freiwilliges Ökologisches Jahr.

Doch gestern war in Borkow statt Naturerlebnis oder Biberzählung der Akkuschrauber gefragt, um die Rahmen wieder anzubringen. Insgesamt gibt es sieben „Einfallstore“ in den Naturpark Sternberger Seenland. „An jedem stehen jeweils drei Hinweisschilder, eines mit der Übersichtskarte des gesamten Naturparks sowie zwei regional spezifischen“, betont Birgit Erlebach. Hier in Borkow erfährt man Wissenswertes zu den Themen „Geologie und Nutzung“ und „Die Mildenitz“.

Für Erlebach war die gestrige Arbeit quasi ein Heimspiel. Die Goldbergerin, dort wohnt sie nach wie vor, war bis vor vier Jahren im benachbarten „Naturpark Nossentiner/Schwinzer Heide“ als Rangerin tätig. „Dort waren es zu viele, in der Sternberger Region gab es zu wenige Ranger, also musste ich wechseln“, sagt Erlebach. Ein Katzensprung hinter Borkow, an der Bresenitz-Brücke über die B192 bei Neu Woserin, geht ein Naturpark in den anderen über.

Für das Wariner Trio ging es gestern von Borkow aus weiter nach Raben Steinfeld bei Schwerin. Auch hier kam der Akkuschrauber zu seinem Recht…

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erstellt am 06.Jan.2014 | 18:06 Uhr

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