Sternberg : Auch im Urlaub Kultur erleben

Zwischenhalt Sternberg: Auf ihrer Fahrradtour von Lübeck nach Rostock schauten sich Gudrun Wenzel, Wolfgang Filter, Ulla Michels, Margit Laube und Annette Michels aus Berlin (v.l.) gestern die Stadtkirche an. Hier nehmen sie den Altar in Augenschein.
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Zwischenhalt Sternberg: Auf ihrer Fahrradtour von Lübeck nach Rostock schauten sich Gudrun Wenzel, Wolfgang Filter, Ulla Michels, Margit Laube und Annette Michels aus Berlin (v.l.) gestern die Stadtkirche an. Hier nehmen sie den Altar in Augenschein.

In der Sternberger Stadtkirche finden bis in den September hinein jeden Freitag Kirchenführungen statt. Auch eine Turmbesteigung ist möglich. Das Angebot zieht neugierige Touristen an.

svz.de von
05. August 2016, 12:00 Uhr

Die Sternberger Stadtkirche zieht besonders in der Urlaubs- und Ferienzeit viele Touristen an. „Vor allem der Turm macht die Menschen neugierig“, sagt Gunna Weise im SVZ-Gespräch. Sie ist eine der neun ehrenamtlichen Mitarbeiter, die in der Hauptsaison abwechselnd dafür sorgen, dass die Türen über viele Stunden geöffnet sind. Weise erinnert sich noch gut an den Besucherrekord mit 12 500 interessierten Gästen aus dem Schweriner Buga-Jahr 2009.

„Dieses Jahr ist es noch etwas zögerlich, was die Besucher betrifft. Das liegt wohl an dem späten Beginn der Sommerferien und dem guten Wetter. Letzteres zieht die Menschen eher an den See“, sagt sie.


Kirchenführung aus reiner Neugierde


Die Urlauber Heike und Ernst Hennigs sowie Birgit Bauer aus dem schleswig-holsteinischen Wedel im Kreis Pinneberg machen auf ihrer Ostsee-Tour Halt im Sternberger Seenland und verbringen hier eine Woche auf dem Campingplatz. Auf einer Infotafel war die Kirchenführung angeschlagen. „Wir waren neugierig und gestern schon einmal da, aber wir wollten eine Führung. Neben Entspannung möchten wir auch Kultur erleben“, sagt Heike Hennings. Ihr Mann Ernst fügt hinzu: „Wenn wir Städteurlaub machen, dann schauen wir uns auch die Kirchen und Kathedralen an. Das gehört für uns dazu.“ Begeistert waren die drei von der Farbigkeit der Innenwände. „Die Kirche ist schön bunt und die Farben wirken unheimlich wärmend“, sagt Birgit Bauer und blickt in den Kirchenhimmel – genauer in den Garten Eden. Denn dieses Motiv ist beliebt in der Kirchenmalerei. Interessiert hören sie zu, als Gunna Weise Wissenswertes über die Stadtkirche in Sternberg, ihren Altar, die Orgel und den Turm erzählt. „Von oben hat man einen wunderschönen Blick auf die Stadt und die Umgebung“, sagt Weise. Unterhalb der Orgelempore müssen 183 Stufen bis zum Ausstieg erklommen werden. Am Ende lohnt sich die Anstrengung.

Noch bis in den September ist die Stadtkirche montags bis sonnabends jeweils von 10 bis 12 und 14 bis 17 Uhr geöffnet. An jedem Freitag beginnt zudem um 11 Uhr eine Kirchenführung, die im Durchschnitt eine dreiviertel Stunde dauert. Auch die Turmbesteigung ist dann möglich. „Wenn es nach mir geht, kann ich zweieinhalb Stunden erzählen, aber das richtet sich nach den Gästen“, sagt Weise. Auch auf Nachfragen zur Historie sei sie gut vorbereitet.

Gruppenführungen sind ebenso möglich. Telefonische Anmeldungen nehmen die Touristinformation (03847/44 45 35) und die Evang.-Luth. Kirchengemeinde (03847/29 19) entgegen. Die Stadtkirche kann aber auch in den Wintermonaten besichtigt werden. Der Kirchenschlüssel ist in der Touristinformation hinterlegt.

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