Wettkampf in Sagsdorf : Auch Hütehunde müssen lernen

Nach dem Ziel: Kathi Heuser aus Sagsdorf ist mächtig stolz auf ihre erst zweijährige Hütehündin Nike.
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Nach dem Ziel: Kathi Heuser aus Sagsdorf ist mächtig stolz auf ihre erst zweijährige Hütehündin Nike.

Zweitägiger Wettkampf der Anfängerklasse bei den Border Collies am Wochenende bei Sagsdorf.

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04. Februar 2018, 20:20 Uhr

Zum zweiten Mal gab es es der Region einem Hütehunde-Wettkampf mit Border Collies. Nach der 1. Sternberger Seenlandmeisterschaft vor Jahresfrist auf den Himmelsbergen in Groß Görnow als Qualifikation für die EM in Norwegen war es diesmal alles einige Nummern kleiner. Kathi Heuser und ihr Freund Erik Neumann aus Sagsdorf organisierten übers Wochenende im Rahmen der Arbeitsgemeinschaft Border Collie Deutschland (ABCD) e.V. den Trial der Klasse 1. Für Anfänger sozusagen – denn auch Hütehunde müssen lernen.

Höchstens zehn Startpaare waren zugelassen, darunter Kathi Heuser, die beruflich Physiotherapeutin in Brüel ist und die Hütehunde-Sache als Hobby betreibt. Neumann hingegen ist Mitarbeiter der Landwirtschaftsgesellschaft (LWL) Groß Raden, die die Fläche bei Sagsdorf sowie die Schafe zur Verfügung stellte. Die Jury mit Richterin Jeanny Blüggel aus Nienburg an der Weser sowie Schreiberin Ellen Mahnke aus Meierstorf bei Parchim saß dank Standheizung etwas gewärmt in einem Traktor des Agrarhofs Brüel.

Gastgeberin Kathi Heuser war mit ihrer zweijährigen Hündin „Nike“ gleich als zweite Starterin dran. In der Anfängerklasse darf der „Handler“, wie die Hundeführer heißen, im Gegensatz etwa zur 2017er-EM-Quali mitgehen. Der Wettkampf ging über ca. 150 Meter und der Border Collie musste die Schafe, möglichst auf gerader Linie, durch ein sechs Meter breites Tor, dem „Fetchgate“, und zum Schluss in ein Pferch (Pen) bringen. Doch die Schwarzköppe haben natürlich ihren eigenen Kopf… Dass es klappt, ist die Aufgabe eines Hütehundes. Kathi Heuser brauchte vier Anläufe beim Ziel-Pferch, bis sie in der Schlusssekunde des Sieben-Minuten-Zeitlimits diese Prüfung schaffte. Für jeden Anlauf werden Punkte von der Maximalzahl 10 abgezogen. „Viele Punkte werden bestimmt nicht übrig sein. Dennoch: Nike hat ihre Sache sehr gut gemacht“, lobte die Sagsdorferin ihre Hündin.

Die Konkurrenz beäugte das Ganze zuvor natürlich genau: „Na klar, Heimvorteil, sieht man doch. Der Hund kennt die Schafe, die den Hund“, sagte Hellen Höllger aus Lüneburg zu Cornelia Buggea aus Elmenhorst bei Bad Oldesloe. Die Starter kamen zumeist aus Holstein und Niedersachsen. Die weiteste Anreise hatte Andree Scholz mit „Nick“ aus Hainewalde bei Zittau in Sachsen. Am Samstag siegte Kathi Heuser, gestern wurde sie Zweite hinter dem deutschen Meister Hendrik Kienker, der mit einem jungen Hund kurzfristig startete. Kienker zog vor einem halben Jahr von Qualitz in die Müritzregion und will sich hier mit einer Hundeschule selbstständig machen.

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