Ventschow : „Aschentrottel“ für die Lachmuskeln

Das Märchen „Aschentrottel“ in der Version der SG Ventschow mit Stiefmutter (gespielt von Carla Giese/M.), den Stieftöchtern (Sandra Burant/rote Perücke  und Simone Reichel), dem Kutscher (Silvio Post) sowie dem Aschentrottel (l./Christian Kowal).
Das Märchen „Aschentrottel“ in der Version der SG Ventschow mit Stiefmutter (gespielt von Carla Giese/M.), den Stieftöchtern (Sandra Burant/rote Perücke und Simone Reichel), dem Kutscher (Silvio Post) sowie dem Aschentrottel (l./Christian Kowal).

Die Weihnachtsfeier der Ventschower Sportgemeinschaft begeisterte mit Märchen-Adaption. Als Gast trat das Schulorchester Dorf Mecklenburg auf.

svz.de von
10. Dezember 2013, 16:08 Uhr

Seit 2010 steigt immer am zweiten Sonnabend im Dezember die große Weihnachtsfeier der SG Ventschow. Längst ist daraus eine öffentliche Veranstaltung geworden, zu der auch Nichtvereinsmitglieder herzlich willkommen sind.

„Angefangen“ hat das Ganze mal mit einer von der Kindertanzgruppe organisierten privaten Weihnachtsfeier“, erklärt die Vereinsvorsitzende Cindy Post, die zugleich Kindertanz-Leiterin ist. Cindy Post ist im Verein quasi „Mädchen für alles“. Auch bei den Pferdesportlern im Ortsteil Kleekamp ist sie involviert, da ihr Sohn dort reitet.

Und zur SG-Weihnachtsfeier in der Sporthalle ist es längst guter Brauch, dass die Sektion Reiten ein nach ihrem gustus umgestricktes Märchen aufführt. Nach dem 2011er-Rotkäppchen sowie Schneewittchen im Vorjahr stand am Samstag „Aschentrottel“ auf dem Spielplan. „Es hat immer ein bisschen was mit Reiterei zu tun“, erläutert Cindy Post. So waren auf dem Parkettfußboden denn auch Schilder verteilt, die man vom Dressursport her kennt. Schilder mit dem Buchstaben A, B bzw. C. Doch diesmal gab es statt der Wertungsrichter-Noten unter dem Motto „Richter bei C“ den Applaus-o-meter mittels Szenenbeifall durch die gut 150 Gäste.

Bevor jedoch „Aschentrottel“ und der Prinz per Steckenpferd durch die Halle ritten, gab es erst einmal andere Programmpunkte. Zu Beginn wurde in einer Schweigeminute des kürzlich im Alter von 52 Jahren verstorbenen Chefs des Landesfeuerwehrverbandes, Heino Kalkschies aus Hasenwinkel, gedacht. Er war über Jahre auch Mitglied der Alten Herren bei den SG-Fußballern.

Dem schlossen sich der Kindertanz sowie ein Auftritt der Bläsergruppe des Schulorchesters der KGS Dorf Mecklenburg an. Toll, was die Jungs und Mädchen der siebten und achten Klassen, darunter auch fünf Jugendliche aus Ventschow, nach nur drei Jahren draufhaben. Ob Blasmusik, russische Volkslieder oder „Just dance“ von Lady Gaga – die Spannweite war groß und beeindruckend zugleich. Teils klang es schon nach Big-Band-Sound. Von den insgesamt 60 Orchestermitglieder traten 33 auf – darunter auch fünf Ventschower.

Und gegen 21 Uhr gab es noch eine Überraschung. Cindy Post fragte die Gäste rhetorisch, ob sie mal Lust auf frische Luft hätten und bat vor die Tür. Hier trat dann das Duo „Funkenzauber“ aus Zahrensdorf, dahinter verbergen sich Ronny und Anna Boddin, als Feuerspucker auf. Post: „Es klappte alles und kam prima an.“

Gleiches lässt sich auch vom „Aschentrottel“ sagen. Da ist man in Ventschow und Umgebung jedes Mal gespannt, was sich die Reiter jetzt wieder einfallen ließen. „Aschentrottel“ spielte übrigens mit Christian Kowal ein Mann. „Das war Absicht, damit es witzig ist“, so Carla Giese, die die böse Stiefmutter gab. Und auch sonst hielt man sich nur bedingt ans Original. Als der Prinz sein „Aschentrottel“ vergeblich suchte, las Vorleser Ortwin Reichel vor: „Er kannte dessen Facebook-Account nicht“. Ein Keramikmesser, „erworben im Sonderangebot bei QVC (TV-Einkaufssender – d. A.)“ kam auch zum Einsatz. Die Welt-Spionierer der NSA blieben hingegen außen vor, aber sie haben ja auch rein gar nichts Märchenhaftes an sich. Spätestens, als die Erkennungsmelodie von „Drei Haselnüsse für Aschenbrödel“ erklang, wurde klar – auch beim Ventschower „Aschentrottel“ obsiegt am Ende (natürlich) das Gute.

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