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Anzeiger für Sternberg, Brüel, Warin

23. Oktober 2017 | 10:13 Uhr

Weitendorf : Arbeitseinsatz vor Gemeindefest

vom
Aus der Redaktion des Anzeiger für Sternberg – Brüel – Warin

Auf dem Weitendorfer Sportplatz haben freiwillige Helfer die Bänke erneuert und den Imbisswagen hergerichtet.

von
erstellt am 18.Jul.2016 | 21:00 Uhr

Mit einer Brechstange hebelt Herbert Vorbau die morschen Bohlen von den Bänken herunter. Auf denen konnte niemand mehr sitzen. Die verrosteten Nägel, die nun aus den Pfeilern heraus ragen, macht er mittels Trennschleifer akkurat mit dem Holz gleich. Torsten Shadow und Bernd Trede haben sich um die Ecke verzogen, weil es bei ihnen staubt. Das durchdringende Fiepen der Schleifmaschinen ist aber bis vorn zu hören. Die Beiden bearbeiten die neuen Bohlen für die Bänke, die Gemeindearbeiter Reinhard Scheel schon besorgt hatte.

Am Imbisswagen machen sich gerade Michael Müller, Stefan und Christian Behrens zu schaffen, räumen den erst einmal leer, bevor er mit einem Kärcher gründlich gereinigt und repariert wird. „Was dafür noch fehlt, müssen wir aus dem Baumarkt holen“, sagt Bürgermeisterin Andrea Sielaff, die im Innern Besen und Handfeger schwingt.

Mit dem Arbeitseinsatz soll der Weitendorfer Sportplatz für ein Gemeindefest hergerichtet werden, das am 10. September geplant ist. Darauf hatte sich eine Runde aus Vertretern aller Ortsteile, die sich Anfang des Monats auf der Terrasse der Bürgermeisterin trafen, verständigt. So ein Fest habe es lange nicht gegeben. Mit der Zustimmung wurde gleich Bereitschaft signalisiert, im Vorfeld mit anzupacken, so dass Sielaff gar keinen öffentlichen Aufruf zum Arbeitseinsatz zu starten brauchte. Sie sagte sich, wenn zu viele kommen und sich dann gegenseitig im Wege stehen, werde eher das Gegenteil erreicht.

Die Mundpropaganda habe bestens funktioniert, bestätigt Herbert Vorbau, der seit 1957 in Weitendorf lebt. Er habe mal Schlosser gelernt, „aber das ist lange her“, jetzt arbeite er als Hausmeister. Für ihn sei klar: „Wenn man versucht, als neuer Bürgermeister was auf die Beine zu stellen, unterstütze ich das gern. Vorher ist vieles gemacht worden und vieles nicht. Was auf der Strecke blieb, muss eben jetzt erledigt werden.“ Wichtig sei, „alle ins Boot zu holen, auch die Ortsteile, sonst fühlt sich einer im Hintertreffen“. Die Jülchendorfer hätten gute Erfahrungen, was alles in Eigeninitiative machbar sei. „Die können wir ruhig einbringen“, meint der Weitendorfer und schaltet wieder den Trennschleifer ein.

So wie die Bänke entlang der Rasenfläche eine Erneuerung hat der Imbisswagen eine Generalreinigung und Ausbesserungen nötig. Die Torwand, die Stefan und Christian Behrens erst einmal beiseite stellen, brauche mal frische Farbe, dann sei die wieder tipptopp.

Auf dem Sportplatz sei in den letzten Jahren außer Mähen kaum was gemacht worden. Deshalb hätten auch die Bänke nicht allzu lange
gehalten. Sie seien hier auch mal dem runden Leder nachgejagt, erzählen die beiden Brüder. Etwa 10 bis 15 Jahre sei das her, die Freizeitmannschaft leider eingeschlafen. Ein Schicksal, das die Weitendorfer mit anderen kleinen Orten teilen, wie etwa Müsselmow. „Gegen die haben wir damals auch gespielt“, erinnert sich Stefan Behrens gern. Doch viele seien nicht mehr da, bei anderen fehle die Zeit, wenn sie jeden Tag weit zur Arbeit fahren müssten. Die Behrens-Brüder haben die zum Glück beinahe vor der Haustür in Brüel, sagen sie.

Bei den handwerklichen Arbeiten kann Adelheid Krull, die mit Ehemann Klaus gekommen ist, nicht helfen. Dafür hat sie eine Schokotorte gebacken. „Wer arbeitet, muss sich auch mal stärken und gemütlich hinsetzen“, meint die Weitendorferin lächelnd. Sie freue sich, wenn viele helfen. „Es ist doch unser Dorf. “

Der Sportplatz sei „ideal“ für das bevorstehende Gemeindefest, sagt die Bürgermeisterin. Hier könne „schön gefeiert“ werden.

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