Sternberg : Arbeit und Spaß bei erstem Schnee

Endlich konnten die Kinder der Sternberger Kita „Sonnenschein“ den kleinen Hang auf dem Hof zum Rodeln nutzen. Vom Schnee blieb zwar immer weniger, doch für ein bisschen Spaß reichte er.
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Endlich konnten die Kinder der Sternberger Kita „Sonnenschein“ den kleinen Hang auf dem Hof zum Rodeln nutzen. Vom Schnee blieb zwar immer weniger, doch für ein bisschen Spaß reichte er.

Bauhöfe der Städte und Agrarbetriebe ab 4 Uhr zum Winterdienst unterwegs.

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08. Januar 2016, 16:28 Uhr

Für alle, die beim Winterdienst eingespannt sind, wurde es eine kurze Nacht. Zwischen 4 und 5 Uhr begannen gestern Mitarbeiter der Bauhöfe Sternberg, Brüel und Warin sowie von Agrarbetrieben mit dem Winterdienst. Das befürchtete Chaos im Straßenverkehr blieb hier in der Region aus, Fahrbahnen und Gehwege waren überwiegend rechtzeitig geräumt und abgestumpft. Im Verlaufe des Vormittags zog wieder Glätte über viele Gehwege, weil der Regen auf gefrorenen Boden traf, so dass dort erneut gestreut werden musste.

„Das ist der erste Wintereinsatz. Vorher waren es nur Kleinigkeiten, etwa Brücken abzustreuen“, sagt Dietmar Merseburger, Leiter des Bauhofes in Sternberg. Auf vier Touren wurden mit Multicars und
einem Traktor die städtischen Straßen geräumt und behandelt. „Wir haben heute nur Salz gestreut. Sand hätte nichts gebracht, weil die Straßen wieder überfrieren“, erklärt Merseburger. Ein Mitarbeiter mit Kubota-Traktor kümmerte sich um die Gehwege, für die die Stadt verantwortlich ist, ein weiterer mit einem VW T 4 um die Bushaltestellen, auch in den Ortsteilen. In Pastin, wo die Gehwege mitzumachen sind, hat der Bauhof zusätzlich einen Einachser-Schneebesen stationiert. Die Straßen in den Ortsteilen sind an Vertragspartner vergeben wie den Landwirtschaftsbetrieb Löbel in Mustin. Zwei Multicar vom Sternberger Bauhof waren für die Treppen eingesetzt. Alle neun verfügbaren Kollegen seien unterwegs gewesen, so Merseburger am Vormittag.

Andreas Fischer war halb vier aufgestanden. Ihm mache das nichts aus, sagt er. „Es ist halt Winter. Ich finde es gut, dass es endlich geschneit hat. Ist doch schön für die Kinder; schade nur, dass die Nässe gleich hinterher kommt.“ Nach Feierabend wolle er mit seinem Nachwuchs rodeln
gehen, erzählt der Mann vom Bauhof, darauf hoffend, dass noch genug Schnee bleibt. Am Vormittag hat er eine große Schale mit Salz vor dem Bauch und streut mit der Hand.

„Wir sind seit vier Uhr im Einsatz“, sagt Brüels Bauhofsleiter Norbert Krienke. Bis ca. 10 Uhr hatten die vier Männer ihre Schicht hinter sich, an gefährlichen Stellen werde aber nochmal gestreut, so Krienke. Wie in der Feldstraße, da hatte sich früh nicht nur der Schnee gestapelt; weil er festgefahren war, sei es auch besonders glatt gewesen. In der Stadt waren die Brüeler mit dem kleinen Traktor für die Gehwege, dem Multicar auf den Straßen und außerorts mit dem großen Traktor im Einsatz. Und hatten auch noch Pech: Beim Multicar riss der Hydraulikschlauch.

Zu fünft waren die Männer vom Bauhof Warin ab 5 Uhr unterwegs. Es lagen mindestens fünf Zentimeter Schnee. Bis zum Frühstück war der Winterdienst einmal durch.

Die Schulbusse seien nicht gefahren, „doch der Unterricht läuft normal“, so Dagmar Arndt, Leiterin der Wariner Grundschule, auf SVZ-Nachfrage. Einige Eltern von außerhalb hätten ihre Kinder gebracht, andere nicht; das war jedem freigestellt. So waren die Klassen leicht dezimiert, doch von den 128 Kindern etwa drei Viertel im Unterricht, überschlägt die Schulleiterin. „Wir hatten abgewartet, was passiert, waren aber auf
alles vorbereitet“, so Arndt.

Auch in beiden Brüeler Schulen fehlten gestern einige Mädchen und Jungen, vor allem Buskinder, in der Regionalen Schule selbst aus Brüel.

Warm angezogen ging es für die Kindergartenkinder der Kita „Sonnenschein“ in Sternberg auf den Hof. „Den ersten Schnee müssen wir doch mitnehmen“, sagt Erzieherin Gudrun Jaugitz. „Wir haben fast für jedes Kind Rodelbretter. Die sind auch weniger gefährlich als Holzschlitten.“ Der kleine Hang auf dem Gelände sei in den Vorjahren schon viel genutzt worden. „Wir haben in der Einrichtung das Thema Winter und schon Lieder über den Schnee gesungen. Es wäre doch traurig, wenn der ausbliebe“, meint Erzieherin Astrid Krüger. Mit Watte sei Schnee nachempfunden worden, „wir haben Schneeflocken gemalt“. Und nun war endlich alles weiß.

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