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Anzeiger für Sternberg, Brüel, Warin

18. Oktober 2017 | 18:51 Uhr

Brüel : Anwohner weiterhin in Sorge

vom
Aus der Redaktion des Anzeiger für Sternberg – Brüel – Warin

Kirchengemeinde folgt Baumgutachten, das zur Fällung aller Linden auf Kirchenvorplatz rät. Landkreis: Antrag ist in der Bearbeitung

von
erstellt am 30.Aug.2017 | 05:00 Uhr

Die Linden auf dem Kirchenvorplatz in Brüel haben Faulstellen und Rissbildungen, habe er in der SVZ gelesen. Die bröckelnde Mauer sei bereits mit zwei Gestellen gesichert worden. Und auch von einem Gutachten, in dem empfohlen werde, dass alle Bäume gefällt werden müssten, habe er aus der Zeitung erfahren, erklärt ein Anwohner des Brüeler Spiegelbergs am „Heißen Draht“. Der Mann, der seinen Namen nicht in der Zeitung lesen möchte, erzählt auch, dass Verwandtschaft, die über Nacht bleibe, längst nicht mehr in den oberen Zimmern schlafen wolle. Aus Angst, dass doch einmal ein großer Ast oder sogar ein Baum auf das Dach falle. Auf seine Frage bei der unteren Naturschutzbehörde des Landkreises, wann die Bäume gefällt werden, habe er keine Antwort bekommen, zeigt er sich enttäuscht.

Wie SVZ am 1. August berichtete, hatte die Brüeler Kirchengemeinde im Auftrag des Landkreises Ludwigslust-Parchim ein Gutachten zur Kontrolle der Stand- und Bruchsicherheit der elf Linden in Auftrag geben. In dem 183 Seiten umfassenden Papier wird dringend angeraten, „alle Sommerlinden zu fällen“. So heißt es unter anderem, dass die Bäume einzelne biomechanische Schwächungen aufzeigen, die auf den Standraum zurückzuführen sind. Zudem bedingen diese Schwächungen gleichzeitig, dass die Linden ihren eigentlichen Standraum zerstören.

„Wir müssen jetzt fällen, sonst handeln wir grob fahrlässig“, hatte Hans-Heinrich Erke, Baubeauftragter und 2. Vorsitzender des Brüeler Kirchengemeinderates in dem SVZ-Beitrag erklärt. Auf Beschluss der Kirchengemeinde ist inzwischen ein Antrag an den Landkreis gestellt worden.

„Es gibt keinen neuen Stand. Der Antrag liegt vor und ist in der Bearbeitung“, erklärte auf Nachfrage Pressesprecher Andreas Bonin vom Landkreis.

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