Sternberg : Anpaddeln und Müllsammeln

Heiko Thomä, Zeltplatz Sternberg, weist auch noch die zuletzt gekommenen Müllsammler in die Mülltrennung ein.
Heiko Thomä, Zeltplatz Sternberg, weist auch noch die zuletzt gekommenen Müllsammler in die Mülltrennung ein.

Naturfreunde fanden an den Ufern von Mildenitz und Warnow Autoreifen, Flaschen, Schuhe und sogar ungeöffnete Wurstpackungen.

svz.de von
12. April 2015, 16:31 Uhr

Eine gemeinsame Aktion des Fördervereins Naturpark Sternberger Seenland e.V. und mehrerer Anbieter von Kanutourismus ist inzwischen zu einer guten Tradition geworden. Anfang April wird das Anpaddeln mit einer Reinigungskur für den Uferbereich der viel befahrenen Gewässer verbunden. Alles was liebe Bürger verloren, vergessen oder unbedacht entsorgt haben, soll den reinen Naturgenuss nicht weiter beeinträchtigen.

Am vergangenem Freitagnachmittag war es wieder so weit. Von verschiedenen Einsatzstellen aus gingen 15 Naturfreunde, die dem Aufruf des Fördervereins gefolgt waren, tatkräftig unterstützt von den „professionellen Kanuten“, auf die Jagd nach dem, was nicht in die Natur gehört, an den Ufern von Mildenitz und Warnow. Ein paar Anmeldungen mehr habe er sich schon gewünscht, meinte Jan Lippke, der für den Förderverein die Organisation übernommen hatte und kündigte Schlussfolgerungen für die Zukunft an. Die angetretenen Naturfreunde machten einen engagierten Job, kämpften mit Freuden, auch gegen die Strömung, um jedes störende Objekt zu erreichen. Und es hatte sich für die Natur gelohnt. Allein auf dem Abschnitt der Mildenitz und Warnow von Sternberger Burg bis Brücke Klein Raden waren drei Kanus fast übervoll beladen. Flaschen über Flaschen. Nehmen manche Touristen das Wort von den blauen Adern unseres Landes zu wörtlich? Dabei hatte eine Uferbegehung nahe Sternberger Burg schon im Vorfeld einen vollen Pkw-Hänger Unrat erbracht.

Tradition hat auch der Abschluss der Aktion zur Müllabgabe und Gedankenaustausch am Grill auf dem Gebiet des gastfreundlichen Campingplatz Sternberg. Nach der umweltbewussten Mülltrennung, wie es sich für Naturfreunde gehört, stand die Auswertung des Tages im Mittelpunkt. Wetter vortrefflich, keine Kenterung, nur ein Paddel schwamm nach einer heiklen Aktion schon mal einige hundert Meter die Warnow voraus, bis es neben vielen hängen gebliebenen Flaschen in einer Strömungsnische auf seinen Benutzer wartete. Die Fundsachen reichten von einem Autoreifen, einem dicken Wandteil aus Pressspan, diversen Badelatschen und Schuhen, ungeöffneten Wurst- und Schinkenpackungen bis zu unzähligen Flaschen vom Miniformat aus Plaste über Piccologröße bis hin zu ausgewachsenen Schnaps-, Bier, Wein- und Sektflaschen.

 

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