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Anzeiger für Sternberg, Brüel, Warin

19. November 2017 | 19:11 Uhr

Direktkandidat Parchim : Anpacken und das Ziel im Blick

vom
Aus der Redaktion des Anzeiger für Sternberg – Brüel – Warin

Thomas Schwarz tritt für die SPD als Direktkandidat zur Landtagswahl im Wahlkreis Ludwigslust-Parchim V an

von
erstellt am 01.Sep.2016 | 12:05 Uhr

Mit dem Bus in die Landespolitik, das dürfte in Mecklenburg-Vorpommern einmalig sein. In der Tat ist der Demener Thomas Schwarz kein Parteiengewächs, sondern der lebende Beweis, dass Arbeitnehmer ihre Stimme erheben, gehört werden und irgendwann sogar in der Landespolitik mitmischen.

Schwarz kennt die Menschen bis in die Dörfer, war Busfahrer in Schwerin, Betriebsratsvorsitzender, 15 Jahre lang Bürgermeister von Demen, ist Kreistagsabgeordneter. 1994 betrat er als Gemeindeverteter die politische Bühne. Seit 2002 Mitglied des Landtages, tritt der 58-Jährige Sonntag erneut als Direktkandidat für die Sozialdemokratische Partei Deutschland SPD an. „Ich habe nicht vergessen, wo ich herkomme“, sagt Thomas Schwarz, der wegen Brandt, Wehner und Schmidt in die SPD eintrat.

Warum kandidiert er ? Weil es Erfolgserlebnisse in der Politik gibt: „Man schafft doch etwas, muss aber manchmal dicke Bretter bohren.“ MV habe hat sich in den zurückliegenden Jahren gut entwickelt. Es sei gelungen, die Wirtschaft zu stärken. Thomas Schwarz: „Die Arbeitslosigkeit ist so gering wie noch nie. Das Land hat seit 2006 keine neuen Schulden aufgenommen. Im Gegenteil: Wir konnten 900 Millionen Euro tilgen. Zu diesem Erfolg konnte ich als Finanzpolitiker mit beitragen.“ Damit werde es möglich, die Elternbeiträge für Kitas um jährlich 600 Euro zu senken und den Breitbandausbau auch aus Landesmitteln mit einem dreistelligen Millionenbetrag zu finanzieren.

Das wichtigste Anliegen für den Demener ist es folgerichtig, sich weiter dafür einzusetzen, dass die Region sowie das Land wirtschaftlich vorankommen und es dabei sozial und gerecht zugeht. Schwarz: „Mir ist wichtig, dass der gesellschaftliche Zusammenhalt gestärkt wird, Arbeitsplätze mit fairen Löhnen erhalten und geschaffen werden. Junge Familien müssen bei der Kinderbetreuung entlastet werden und das Ehrenamt muss weiterhin Unterstützung erfahren.“

Mehr aber als die Inhalte und Positionsbestimmungen charakterisiert eine kleine Episode, die sich in Schwerin zugetragen hat, den Politiker Thomas Schwarz. Vor einigen Jahren attackierten und bedrohten rechte Jugendliche eine Besuchergruppe aus Frankreich. Der Landtagsabgeordnete mit Busführerschein fackelte nicht lange, organisierte einen Bus, setzte sich selbst ans Steuer und kutschierte die Mädchen und Jungen eine Woche lang sicher in ihre Unterkunft. „Als ich ihnen erzählte, dass mein Arbeitsplatz im Schloss sei, wollten sie es nicht glauben“, schmunzelt Schwarz heute. Die Franzosen luden ihn ein, die Aktion war dort Gesprächsstoff.

Ähnlich spontan ging der SPD-Politiker das Thema Bundeswehr an. Als klar wurde, dass die Truppe Demen verlässt, setzte Schwarz alle Hebel in Bewegung. Das Ergebnis war eine Rahmenvereinbarung mit Land, Bund und Bundeswehr, die den Weg für Konversion freimachte, also die zivile Nutzung der Kaserne und Ansiedlung von Unternehmen. Man kann also tatsächlich etwas „schaffen“ in der Politik, darf nur nicht lockerlassen. Muss manchmal improvisieren, behält aber das Ziel im Auge – wie ein Busfahrer, der Schleichwege kennt, wenn alle Straßen verstopft sind. Ballett machen, nennen die Kraftfahrer das.

Thomas Schwarz ist eines noch wichtig: „Ich bin ein wenig alte Schule“, sagt er. „Unsere Werte drohen unter die Räder zu kommen.“ Es geht um Glaubwürdigkeit, um das Kommunizieren auf Augenhöhe. „Politiker müssen klar und verständlich sein. Ein Azubi bestellte mir einmal einen Gruß von seiner Mutter: Die versteht sie.“

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