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Ein- und Aussetzstellen für Kanuten werden näher untersucht : Anlegestege saufen in der Warnow ab

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Viele offizielle Anlegestellen für Paddler im Sternberger Seenland, an denen die Kanus ein- und ausgesetzt werden sollen, könnten bald nicht mehr nutzbar sein Bei hohen Wasserstand saufen einige regelrecht ab.

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erstellt am 05.Feb.2013 | 06:56 Uhr

Sternberg | Viele offizielle Anlegestellen für Paddler im Sternberger Seenland, an denen die Kanus ein- und ausgesetzt werden sollen, könnten bald nicht mehr nutzbar sein. "Der Uferrand kolkt aus", nennt Jan Lippke, der stellvertretende Leiter der Naturparkverwaltung in Warin, ein Problem. Zu sehen ist das beispielsweise an der Warnow bei Zaschendorf. Das Ufer bricht vor und hinter der Einsetzstelle weg. Lippke: "Im schlimmsten Fall entsteht eine Insel."

Anderenorts saufen teilweise Stege ab. So haben Paddler an der Sagsdorfer Brücke immer wieder mit Problemen zu kämpfen. Zuweilen steht das Wasser so hoch, dass der Steg überschwemmt ist. Manchmal ist es dagegen so niedrig, dass die Bootsfahrer gar nicht bis an die Stelle kommen. Alternative wäre hier möglicherweise ein schwimmender Steg, wie er von der Peene bekannt ist, sagt Lippke. Ein solcher würde aber etwa 10 000 Euro kosten.

Das ganze Problem soll jetzt eingehend analysiert werden. Fachleute sollen die Konzeption für ein Informationssystem für Wasserwanderer auf der Warnow erarbeiten. Der Auftrag dazu wurde ausgeschrieben. In dieser Konzeption geht es u.a. auch darum, wo aktuell die sensiblen Flachwasserstrecken auf der Warnow sind, wo Pegelscheiben gesetzt werden sollten, die Kanuten über die Befahrbarkeit des Flusses informieren, und auch wo Ein- und Aussetzstellen überhaupt Sinn machen.

Ein Manko der in den Vorjahren gebauten Anlegestellen besteht laut Jan Lippke darin, dass oft das Ufer nicht richtig befestigt wurde. Dazu kann man beispielsweise Eichenpfähle oder künstliche Betonsteine nutzen. Ohne Befestigung kann der Wellenschlag das Ufer ausspülen. Wie das verhindert werden kann, zeigt der Neubau einer Ein- und Aussetzstelle an der Mittleren Warnow bei Karnin, der durch den Naturpark veranlasst wurde. Hier sind die Paddler jetzt gezwungen, die Boote aus dem Wasser heraus zu heben, ohne dass sie dabei Schaden an der Natur anrichten.

Um Informationen darüber zu erhalten, wie viele Paddler überhaupt die Warnow im Sternberger Seenland passieren, soll in diesem Frühjahr eine Lichtschranke installiert werden. Diese elektronische Zählanlage sollte eigentlich schon im Vorjahr aufgestellt werden, was sich allerdings verzögerte. Inzwischen liegt das Gerät zur Installa tion bereit in der Naturparkverwaltung in Warin. Wo es genau es aufgestellt wird, steht allerdings noch nicht fest und soll letztlich auch zur Sicherheit der Anlage nicht bekannt gegeben werden. Die Naturparkverwaltung hat derzeit jeweils zwei Stellen in den Durchbruchstälern bei Görnow und bei Karnin in der näheren Auswahl, sagt Lippke. Mit einem Vertreter der Herstellerfirma soll geprüft werden, welcher Platz sich am besten eignet. Die Anlage, die mit einer Batterie ausgestattet ist, funkt künftig ihre aktuellen Messungen, so dass diese jederzeit in der Naturparkverwaltung verfügbar sind.

"Es gibt bisher kein belastbares Material", sagt Lippke. Zwar wurden tageweise von verschiedenen Akteuren die Kanus gezählt, aber das ergab äußerst unterschiedliche Ergebnisse.

In Vorbereitung auf die neue Kanusaison laufen Abstimmungen mit Tourismusanbietern und Behörden. So trifft sich heute in Warin die Arbeitsgruppe Qualität im Kanutourismus. Mitte März findet im Naturparkzentrum das traditionelle Frühjahrstreffen der Kanu anbieter statt, das mit einer Schulung verbunden ist.

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