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Anzeiger für Sternberg, Brüel, Warin

19. Oktober 2017 | 18:29 Uhr

Angler konnte nur tot geborgen werden

vom

svz.de von
erstellt am 02.Aug.2010 | 06:44 Uhr

Liessow | Die Polizei hat gestern kurz vor 15 Uhr nach stundenlanger Suche einen vermissten Angler (50) nur noch tot aus dem Stettiner See bei Liessow bergen können. Vorausgegangen war eine stundenlange Suche.

Der Mann aus Schwerin war am Sonntag gegen 18 Uhr zum Angeln zum Stettiner See gefahren. Dieser liegt zwischen Liessow und Ahrensboek. Von einem Ruderboot aus wollte er dem Schuppentier nachstellen. Gegen 20 Uhr soll die Ehefrau versucht haben, ihren Mann telefonisch zu erreichen. Da das nicht gelang und sie unruhig wurde, verständigte sie in der Nacht die Polizei. "Wir haben gegen 2 Uhr von dem vermissten Angler erfahren und sofort erste Maßnahmen eingeleitet", so Nils Borgmann von der Polizeidirektion Schwerin. So wurden das Wasser und das Ufer abgesucht. Gegen 3 Uhr wurde das Ruderboot des Anglers durch einen Verwandten entdeckt, der ebenfalls an den See geeilt war.

Mit der Zunahme der Helligkeit wurden die Maßnahmen verstärkt und weitere Beamte kamen zum Einsatz. Neben den Tauchern der Bereitschaftspolizei wurde mit dem Hubschrauber Merlin 2, der eine Wärmebildkamera an Bord hat, auch von der Luft aus operiert. Zeitweise waren etwa 20 Beamte in die Aktionen eingebunden. Für die Taucher keine leichte Arbeit. Die Tiefe beträgt in diesem Bereich etwa vier Meter. Die Sichtweite aber nur rund 30 Zentimeter und so wurde die Suche durch das trübe Wasser erschwert. Mit Bojen wurde der jeweilige Suchbereich markiert. Mit einem Gewicht von 47 Kilogramm an Tauchausrüstung stiegen die Beamten immer wieder ins Wasser.

Da im Laufe des Tages die Suche keinen Erfolg brachte, wurden Spezialhunde aus der Region Neubrandenburg angefordert. "Das sind Rettungshunde, die ausgebildet sind für die Suche nach Vermissten. Durch unsere wasserreiche Gegend in Mecklenburg-Vorpommern haben wir unsere Tiere zusätzlich noch auf Wasserortung spezialisiert", erzählt die Zugführerin der Rettungshundestaffel "Vier Tore", Beate Fibinger. Sie gehören zum Bundesverband der Rettungshunde. Von einem Boot aus, bei dem die Tiere am Heck eine Plattform nutzen können, wittern sie unter Umständen die Vermissten. Nach Aussage der Zugführerin können die Hunde schon aus mehr als 20 Metern Tiefe den erforderlichen Geruch wahrnehmen. Doch zum Einsatz kamen die Tiere nicht mehr.

Taucher fanden am Nachmittag kurz vor 15 Uhr den leblosen Körper des 50-Jährigen in rund zweieinhalb Meter Tiefe am Grund liegend und brachten die Leiche, die unversehrt war, an das Ufer. Die Kriminalpolizei untersucht nun dieUmstände, die zum Tod des Anglers führten.

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