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Sternberg : Anfang Juli Aufträge für neue Straßenbeleuchtung

vom
Aus der Redaktion des Anzeiger für Sternberg – Brüel – Warin

Die Bauarbeiten in vier Straßen von Sternberg sollen Mitte August beginnen. Der Bürgermeister hofft noch auf die Verlegung der Telefonkabel in die Erde.

Die Ausschreibung läuft, Anfang Juli rechnet Bürgermeister Jochen Quandt mit der Auftragsvergabe, etwa Mitte August mit dem Baubeginn. Bis dahin soll in Einwohnerversammlungen über den Bauablauf sowie die Kosten, die auf die Anlieger zukommen, informiert werden. In der Sternberger Philipp-Müller- und Rudolf-Breitscheid-Straße, am Mühlenkamp und Walter-Rathenau-Platz wird die aus tiefen DDR-Zeiten stammende Beleuchtung erneuert und auf energiesparende LED-Technik umgestellt.

Im Rathaus liegt ein Förderbescheid über 51 123 Euro vor (SVZ berichtete). Dieser Zuschuss aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE), etwa die Hälfte der förderfähigen Summe, wird zur Umsetzung der Klimaschutzrichtlinie vergeben. Die Umrüstung auf LED soll den Berechnungen zufolge eine Energieeinsparung von insgesamt 5626 kWh pro Jahr und eine CO2-Reduzierung von 3,32 Tonnen bewirken.

Neben dem Kabelnetz werden die Lampenmasten ausgewechselt und damit 24 Lichtpunkte auf den neuesten Stand gebracht. Für die Philipp-Müller-Straße sind nach Angaben des Bürgermeisters rund 55 000 Euro geplant, für die drei anderen Straßen fast noch einmal die gleiche Summe.

Schwer im Magen liegt ihm nach wie vor die Absage der Telekom, im gleichen Zuge die oberirdischen Telefonleitungen durch Erdkabel zu ersetzen. Die Stadt hatte angeboten, die Kosten für die Erdarbeiten allein zu tragen, da für die Beleuchtung ohnehin ein Graben gezogen werden muss. Das Telekommunikationsunternehmen begründete seine Absage zunächst mit fehlenden Planungskapazitäten. Auf SVZ-Nachfrage nannte es als Problem, dass „der Graben für die Straßenbeleuchtung nur auf einer Straßenseite hergestellt wird. Die Häuser stehen aber auf beiden Seiten und die Straße ist befestigt. Somit reicht der eine Kabelgraben nicht aus. Ein weiterer Kabelgraben auf der anderen Straßenseite sowie zahlreiche Straßenkreuze sind zu errichten. Weiterhin ist die Mehrzahl der Häuser oberirdisch angebunden: Dazu hätte mit jedem Eigentümer gesprochen werden müssen, ob der Hausanschluss und / oder das Hausnetz angepasst oder umgebaut werden kann. Die zusätzlichen Kosten für die Häuser auf der anderen Straßenseite und die Kabel auf den Grundstücken kann und will die Stadt nicht tragen, weswegen sie an Ort und Stelle bleiben müssen.“

Damit konfrontiert, zeigt sich Quandt überrascht. Die Stadt habe die Kostenübernahme sowohl für die Tiefbauarbeiten als auch für die Durchörterung signalisiert. Für ein Umklemmen des Hausanschlusses müsse der Eigentümer 50 Euro zahlen, für eine Verlegung des Anschlusskastens ins Haus, wenn gewünscht, rund 400 Euro.

Mit Kopfschütteln quittiert Quandt die Aussage, nach der die oberirdischen Leitungen technologisch identisch mit den unterirdischen und „mit anderen Worten ... weiterhin zeitgemäß“ seien. Der Bürgermeister hat die Telekom noch einmal gebeten, „dringend zu prüfen, ob nicht wenigstens eine Kabelverlegung erfolgen kann“. Als andere Variante schlägt er vor, Leerrohre zu verlegen, „um dann 2015 die Kabelverlegung und Hausanschlüsse zu realisieren“. Noch hofft der Bürgermeister auf eine positive Antwort.

 

 

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erstellt am 26.Jun.2014 | 18:08 Uhr

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