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Anzeiger für Sternberg, Brüel, Warin

18. Dezember 2017 | 08:10 Uhr

Sternberg : Anfang in neuem alten Haus

vom
Aus der Redaktion des Anzeiger für Sternberg – Brüel – Warin

Ein Regionalgottesdienst zum Schuljahresbeginn fand am Sonntag in der Sternberger Kirche statt.

„Alles auf Anfang“ – treffender hätte das Motto des Regionalgottesdienstes in der Sternberger Stadtkirche am Sonntag nicht gewählt sein können. Denn gemeint war in diesem speziellen Fall nicht nur der neue Lebensabschnitt, der für Schüler der Region mit dem Empfang ihrer Schultüte und dem erstmaligen Gang in ihre Klassenräume begonnen hat. In und um die altehrwürdige Stadtkirche ging es diesmal auch um die Inbesitznahme des frisch sanierten und renovierten Pfarrhauses durch die evangelische Kirchengemeinde Sternberg.

Seit Ende 2012 wurde das zweistöckige Gebäude – erbaut im Jahre 1904 – vom Dach bis zum Keller gründlich aufgemöbelt. In der Zeit der Bauarbeiten bezog die Gemeinde ein Ausweichquartier in der Luckower Straße. Keiner freute sich nun mehr über den erneuten Umzug in das angestammte Heim als beispielsweise die Büroangestellte der Kirchengemeinde, Ulrike Diederichs: „Die Arbeit macht in den hellen und freundlichen Räumen, die teilweise einen viel besseren Zuschnitt erhielten, einfach mehr Spaß. Jetzt kann man sich wirklich intensiv der Arbeit widmen. Man hat beispielsweise genügend Platz, um all den Papierkram ordentlich zu verstauen“.

Natürlich ist Pastorin Katrin Teuber, seit Ende Mai 2013 in Sternberg im Amt, besonders glücklich über den Einzug in das sanierte Haus, dass der Seelsorge und der Gemeindearbeit so viel bessere und auch neue Möglichkeiten bietet. „Das eine oder andere muss natürlich noch getan werden. Ich will beispielsweise noch mein Klavier in einem der neuen großen Gemeinderäume aufstellen. Der künftige Jugendraum im Keller ist leider noch nicht ganz fertig. Hier wird fleißig dran gearbeitet. Ebenso muss auch der Pfarrgarten rund herum noch einige pflegende Handgriffe erhalten und in Schwung gebracht werden. Aber das Wichtigste ist erst einmal geschafft“, meinte sie sichtlich erfreut. Zumindest die Jugendarbeit könne beginnen, mit der Seniorenarbeit werde noch ein wenig gewartet, bis wirklich alle potenziellen Unfallgefahren beseitigt sind, beispielsweise das noch fehlende Geländer an der Außentreppe, erläuterte sie.

Grund für einen bunten Familientag war die Fertigstellung des Pfarrhauses aber auf jeden Fall. Und so kamen am Sonntag Gäste aus Warin, Brüel und Neukloster, um gemeinsam das neue Domizil zu bewundern und mit den Sternbergern in der Kirche und dem Platz davor ein paar fröhliche Stunden zu verbringen. Vor der Stadtkirche waren einige Zelte aufgebaut, in dem Kaffee und Kuchen sowie leckere Kartoffelsuppe für die Gäste und Besucher des Familiengottesdienstes offeriert wurden.

Der Familiengottesdienst selbst wurde musikalisch durch eine spontan zusammengestellte Band aus Mitgliedern der drei Kirchgemeinden untermalt, eine Clownerie unterhielt Erwachsene und Kinder innerhalb des Gottesdienstes.

„So schön habe ich die Schöpfungsgeschichte noch nie gehört“, meinte beispielsweise der 12-jährige Bastian Seyffert aus Niedersachsen, der mit seinen Eltern derzeit auf dem Sternberger Campingplatz Urlaub macht. Gemeinsam mit anderen Kindern nutzte Bastian danach das Angebot, sich vor der Kirche ein wenig der Bearbeitung von Speckstein zu widmen. Unter Anleitung des aus Neukloster stammenden Klaus Vahar-Matiar machte das vielen Kindern Freude.

Selbstverständlich gab es auch Kirchenführungen, Erläuterungen der Architektin und für Kinder eine Kirchenrallye mit interessanten Fragen und überraschenden Antworten und vieles mehr. Beispielsweise wurde Knüppelkuchen auf offener Flamme gebacken und in der Winterkirche ein kleinen Märchenzelt für die kleinen Besucher aufgebaut.

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