Brüel : An zwei Seen Angelstellen kontrolliert

Baumeinfall am Hohlsee:  Mit vereinten Kräften gelang es den Anglern dann aber,  den Baum aus dem Wasser zu ziehen. Fred Käther
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Baumeinfall am Hohlsee: Mit vereinten Kräften gelang es den Anglern dann aber, den Baum aus dem Wasser zu ziehen. Fred Käther

Zum Tag der Gewässerpflege waren Brüeler Angler mit Astschneider, Motorsägen und Müllsäcken am Hohl- und am Deichelsee im Einsatz. Am vergangenen Sonnabend wurden die Angelstellen für die neue Saison vorbereitet.

svz.de von
27. März 2013, 10:05 Uhr

Brüel | "Wir wollten eigentlich auch Papier und anderes, was nicht in die Natur gehört, einsammeln, aber der Schnee hat noch alles zugedeckt", erklärt Fred Käther vom Vorstand des Brüeler Anglervereins "Roter See". Den jährlichen Tag der Gewässerpflege nehmen auch die Brüeler Angler zum Anlass für einen Einsatz an ihren Gewässern. Am vergangenen Sonnabend wurden die Angelstellen am Deichel- und am Hohlsee für die neue Saison vorbereitet und dafür u. a. Äste abgenommen und die Angelstellen freigeschnitten. "Wir waren 19 Leute, damit sind wir zufrieden. Erfreulich war auch, dass viele Werkzeug mitgebracht hatten und insbesondere uns Karl-Heinz Tokarz auch immer mit Gerätschaft unterstützt", bilanziert Käther und erzählt, dass der Jugendwart im Sommer noch einen extra Termin mit den Kindern fürs Papiersammeln ansetzen will.

Der Vorstand kontrollierte zugleich die an den Seen liegenden Boote. "Am Hohlsee haben wir noch eins mit alter Nummerierung entdeckt, eine 29, die wir nicht zuordnen können", so Käther, der nun hofft, dass sich der Besitzer bei ihm meldet. Das betrifft übrigens alle Boote - wo Nummern fehlen, sollte sich der Eigentümer umgehend melden. Fünf Boote und ein Vereinsboot liegen am Hohlsee, zwei und ein Vereinsboot am Deichelsee und weitere am Hilkensee, informiert Gewässerwart René Döbel. Zum Hilkensee umgesetzt werden soll auch das Vereinsboot, das jetzt noch am Kreuzsee liegt. "Die Nachfrage dort war gleich null", sagt Döbel.

Aufgefallen waren dem Vorstand während des Arbeitseinsatzes auch mehrere selbst gebaute Rutenständer. "Einige schnitzen sich die Gabeln für ihre Angel selbst, stecken sie dann in die Erde und vergessen sie. Problematisch wird, wenn das Holz anwächst", macht Fred Käther aufmerksam und rät deshalb, Rutenhalter aus Kunststoff im Fachhandel zu erwerben.

Mit Blick auf die neue Gewässerordnung des Landesanglerverbandes (LAV) macht Käther zudem darauf aufmerksam, dass "die Vermüllung am Angelplatz jetzt geahndet wird. Jeder Angler ist für die Sauberkeit an der von ihm gewählten Stelle verantwortlich, auch wenn der Unrat schon vorher da gelegen hat", sagt er.

Beim nächsten Arbeitseinsatz der Brüeler Angler am 7. April geht es an den Roten See, kündigt Fred Käther an. "Am Roten See führen wir am 4. Mai unser Anangeln durch, dafür wollen wir die Angelstellen vorbereiten", informiert er. Von Seiten des Vorstandes sei man froh, dass auf dem Roten See nicht mehr vom Boot aus geangelt werden dürfe, meint er. "Die Stadt hat uns dabei unterstützt und ein entsprechendes Schild aufgestellt".

Nicht anfreunden könne sich der Vorstand aber mit dem neuen Passus in der LAV-Gewässerordnung, dass das Befahren der Gewässer mit Motoren, egal ob E-Motor oder Benzin, grundsätzlich verboten sei, sagt er und denkt hier besonders an den 10,8 Hektar großen Deichelsee, den der Brüeler Verein mit betreut. Zum Verein "Roter See" e. V. gehören derzeit 134 Mitglieder, davon 15 Kinder.

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