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Anzeiger für Sternberg, Brüel, Warin

18. November 2017 | 01:49 Uhr

Bolz/Sternberg : An jedem Ferientag Abwechslung

vom
Aus der Redaktion des Anzeiger für Sternberg – Brüel – Warin

Sternberger Tafel lud 24 Kinder und Jugendliche ins Camp nach Bolz ein . Viel Spaß bei Tour durch das Wolfsgehege und in Lütjenburg

von
erstellt am 29.Jul.2017 | 12:00 Uhr

Waren sich die Kinder und Jugendlichen am Anreisetag des Tafel-Camps auf dem Gelände des Psychosozialen Wohnheims „Heidhorst“ der Diakonie Dobbertin in Bolz noch ein bisschen fremd, gab es am Ende wieder Freundschaften. „Das ist in jedem Jahr so“, freut sich Elke Kasten, Sternberger Schulsozialarbeiterin und im Vorstand der Sternberger Tafel für die Jugend zuständig. Seit neun Jahren leitet sie diese in jedem Sommer stattfindende Ferienfreizeit der Sternberger Tafel. Mitkommen können Mädchen und Jungen, die sich angemeldet haben oder mit einer sozialen Bedürftigkeit.

Und so gab es dieses Mal für 24 Kinder zwischen elf und 15 Jahren von Sonntag bis Donnerstag abwechslungsreiche Ferientage. Wie beispielsweise mit Animationstöpferin Iris Thees, die zum vierten Mal dabei war. „Viele der Kinder kennen sie schon. Sie geht persönlich auf jedes Kind ein und motiviert es“, sagt Elke Kasten. Die Rohlinge nimmt Iris Thees wieder mit auf ihren Töpferhof in Matzlow bei Parchim, um sie zu glasieren und zu brennen. „Ich hole die fertigen Krüge und Schalen dann ab. Die Kinder freuen sich schon darauf und fragen danach. Es sind ganz tolle Sachen entstanden“, so Kasten. Aufregend war für alle die geführte Tour in der Dämmerung durch das Wolfsgehege im Wildpark MV und ebenso die Fahrt in die Partnerstadt Sternbergs nach Lütjenburg. Stefan Layk aus der Stadtverwaltung führte die Kinder durch das dortige Eiszeit-Museum. Zudem konnten sie Bernstein polieren oder aus einer Gipsform Seeigel u.a. ausschlagen. Auf der Rundfahrt durch die Stadt haben alle dann gesehen, wie schön Lütjenburg ist. Und bevor es wieder in Richtung Bolz ging, gab es noch einen Abstecher nach Scharbeutz. Zwar lockte das Wetter nicht zum Baden, aber um mit den Füßen in die Ostsee zu gehen. Die Kinder hätten den Tag sehr genossen, weiß Elke Kasten.

Witterungsbedingt ausfallen musste die geplante Bootstour auf der Warnow. Die Gefahr, dass sich Kinder erkälten könnten, habe man nicht eingehen wollen, sagt sie. Stattdessen gab es einen Tag in der Sternberger Sporthalle mit Zwei-Felder-Ball, Trommeln und Tanzen, so dass auch die am Tag zuvor begonnenen Workshops zur Vorbereitung der Abschlussveranstaltung fortgesetzt wurden.


Betreuer nehmen Urlaub, um dabei zu sein


„Elke Kasten ist die Seele und der Motor des Ferienlagers. Sie ist mit Herz und Engagement dabei, kennt die Aufgaben und sucht sich Partner“, würdigt Bruno Pischel, Vorstandsvorsitzender des Vereins, ihre Arbeit. „Ohne meine Mitstreiter wäre ich nichts“, gibt Kasten das Lob gleich an die Betreuer weiter.

Zehntklässlerin Sophie Glaus und Zwölftklässler Hannes Blum sind gleichzeitig Teilnehmer und Betreuer. Andere haben extra Urlaub genommen. Wie Hannes Schwester Marie Blum, die sich im letzten Jahr ihrer Ausbildung zur Erzieherin befindet, Mutter Doreen Blum, die als Betreuungsassistentin im Wohnbereich III im DRK-Seniorenzentrum tätig ist, Sarah Agarius, die eine Ausbildung zur Tierwirtin macht, und Dennis Hopp, Fachkraft für Agrarservice. Als Mitglied der Sternberger Feuerwehr hat er sich auch darum gekümmert, dass den Camp-Teilnehmern das Zelt der Wehr zur Verfügung steht.

„Es gibt ein gut funktionierendes Netzwerk zwischen Sternberger Tafel, DRK-Seniorenzentrum und Ortsverein, Feuerwehr, evangelischer Kirchengemeinde, dem Sternberger Betriebsteil der Verkehrsgesellschaft Ludwigslust-Parchim und dem Wohnheim ,Heidhorst‘ der Diakonie. So wissen wir heute schon, dass wir in der ersten Sommerferienwoche 2018 wieder kommen dürfen. Das Haus hält den Platz für uns frei“, erklärt Pischel. Finanziert wird das Camp über eine Projektförderung der Tafel und einen 25-prozentigen Eigenanteil, den der Sternberger Verein über Spenden absichern muss.

 

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