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12-Jährige aus Ventschow drückt DFB-Damen die Daumen : Alyssa Fleury im Arm der Nationalspielerin

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Zum vierten Mal bereits treffen die deutschen Fußball-Frauen in einem EM-Finale auf die Damen aus Norwegen. Bisher war man stets siegreich. Doch zu letzt gab es eine Niederlage. Mit dabei war Alyssa Fleury aus Ventschow.

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erstellt am 26.Jul.2013 | 05:45 Uhr

Ventschow | Und wieder einmal ist es Norwegen. Zum vierten Mal bereits treffen die deutschen Fußball-Frauen in einem EM-Finale auf die Skandinavierinnen. Bisher war man stets siegreich, beim morgigen Finale in Stockholm winkt der deutschen Auswahl der sechste EM-Titel in Serie.

Doch Vorsicht: Zuletzt gab es gegen die Norwegerinnen eine Niederlage - vor einer Woche mit 0:1 im Gruppenspiel im schwedischen Kalmar. Es hatte schon etwas Historisches, war es nämlich die erste Niederlage der DFB-Frauen in einem EM-Endrundenspiel seit 1993!

Und die 12-jährige Alyssa Fleury aus Ventschow weilte unter den Zuschauern. Sie gehörte zur D-Jugend-Mannschaft mit Spielerinnen aus NWM und Schwerin, die in Wismars Partnerstadt Kalmar zwei Vergleiche gegen den Fußballverein Färje stadens Golf bestritt "die wir mit 5:1 und 3:0 gewannen". Letzterer Vergleich fand übrigens in der Fanzone von Kalmar statt und da kam die Bundestrainerin Sylvia Neid vorbei und schickte dann ihre Spielerinnen zu uns", erzählt die schüchterne Alyssa Fleury. Die DFB-Frauen hatten ihr zweites EM-Quartier in Färje staden auf der vorgelagerten Insel Öland aufgeschlagen.

Als Alys sa und ihre Mitspielerin Nadja Warnke aus Wismar dort unterwegs waren, sahen sie, "wie Lena Lotzen und Marlene Leupolz entlanggehen". Lotzen ist die absolute Lieblingsspielerin der Ventschowerin, die sich jedoch nicht traute, die 19-Jährige anzusprechen. Das tat Nadja. Die Unterschriften der beiden Teenie-Stars in der DFB-Elf waren schon einmal gesichert. Am Ende kam Autogrammjägerin Alyssa gleich auf zehn Unterschriften, darunter die von Bundestrainerin Silvia Neid. Und als es später auch noch zum Foto kam, wo Lena Lotzen den Arm um die Ventschowerin legt, war alles perfekt. Was für ein Erlebnis! Alyssa Fleury, die vor fünf Jahren mit dem Fußball bei der SG Ventschow begann, wird das alles bestimmt nie vergessen.

Ach ja, und dann war sie zusammen mit ihren Mitspielerinnen noch - wie erwähnt - live dabei beim Gruppenspiel in Kalmar gegen Norwegen. "Dieses eine dumme Tor", meint Alyssa zum abgefälschten Schuss. Sie ist immer noch sauer, dass ihre Lieblingsmannschaft dadurch verlor. "Ich bin nicht so’n Norwegen-Fan. Schade, dass Schweden schon im Halbfinale auf uns traf."

Und wie geht das Finale aus? "Diesmal gewinnen wir", sind Alyssa und ihre Mutti Nancy Fleury überzeugt. Fußball ist in bei den Fleurys. Neben Alyssa spielt ihr ein Jahr jüngerer Bruder Jordan auch bei der SG. Und selbst die Jüngste im Bunde, Celine-Christin (8), hat vor einem halben Jahr angefangen und holte mit Ventschow in der F-Jugend "gleich Pokal und Meisterschaft", so die stolze "Fußball-Mutti", die kein Spiel ihrer Kinder auslässt.

Nach der Rückkehr aus Schweden ging es für Alyssa Fleury übrigens gleich weiter nach Prora auf Rügen zur Deutschen Streetsoccer-Meisterschaft. Die "Soccer Mäuse" mit Yasmin Geßner (SG Schlagsdorf), Michelle Weiß (vereinslos), Juliane Zelva (Anker Wismar) und Alyssa Fleury wurden tolle Zweite in ihrer Altersklasse (11 bis 13 Jahre). "Nur die Elfer-Kicker aus Erfurt waren vor uns." Als Preis gab es neben der überdimensionalen Silbermedaille eine Einladung zu einem Ta ges ausflug ins "Tropical Island" bei Berlin.

Doch erst einmal ist morgen das EM-Endspiel. Und das dürfte Alyssa sich komplett ansehen. Beim Halbfinale gegen Schweden nämlich war sie bis 21.30 Uhr draußen und schaute sich mit der Mutti dann nur den Rest der Partie an. Ferienzeit - und da sind Spielen, auch Fußball in der nahe gelegenen Kuhle, bzw. Baden im Ventschower See wichtiger. Fußball vor der Flimmerkiste wird da zweitrangig. Nur morgen Abend nicht…

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