Sternberg : Altstadt bekommt weiteren Schick

Zwei moderne Wohnungen entstehen im Rittersitz 25. Einige Wochen haben die Trockenbauer der Güstrower Firma Bräbander voll zu tun, hier Andreas Krüger (r.) und Ringo Schultz.  Fotos: Rüdiger Rump
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Zwei moderne Wohnungen entstehen im Rittersitz 25. Einige Wochen haben die Trockenbauer der Güstrower Firma Bräbander voll zu tun, hier Andreas Krüger (r.) und Ringo Schultz. Fotos: Rüdiger Rump

Ein Haus in der Kütiner Straße hat die Immo bis Ende 2015 saniert, Markt 10 ist fast fertig, und weitere zwei sind in Arbeit.

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19. Januar 2016, 21:05 Uhr

Die neue Heizung läuft schon, aber nicht auf vollen Touren. Der Estrich muss erst richtig austrocknen, mindestens vier, fünf Wochen dauert das. Ein Gaslüfter sorgt für annehmbare Temperaturen im noch zugigen Haus. Die Eisblumen an den Fensterscheiben sind weg, sagen die Trockenbauer Andreas Krüger und Ringo Schultz von der Güstrower Firma Bräbander schmunzelnd. Sie haben noch einige Wochen im Rittersitz 25 zu tun, versehen gegenwärtig Wände und Decken im Obergeschoss mit Gipskarton-, die Fußböden mit stabileren Fermacellplatten. Unten sind die bereits angebracht, im Dachgeschoss, das als Trockenraum dienen wird, haben die Trockenbauer weniger Arbeit, hier ist nur der Treppenaufgang zu machen. Zum Schluss wird noch überall gespachtelt.

Andreas Krüger kennt sich in Sternberg schon aus, hat zuletzt vor Jahresfrist in der Pastiner Straße 2 gearbeitet, als das alte Fachwerkhaus von Grund auf saniert wurde. Er ist länger als 25 Jahre ein Team mit seinem Bruder Gunter, doch weil dieser krank wurde, ist er zusammen mit Ringo Schultz auf der Baustelle.

Auch Elektromeister Gerhard Schneppmüller aus Sternberg, der einst als Handwerker im volkseigenen Gut arbeitete und seit 1991 als Ein-Mann-Firma selbstständig ist, hat in mehreren Häusern der Altstadt seine Visitenkarte hinterlassen. Er ist im Rittersitz 25 einmal durch und macht Platz für Fliesenleger und Maler, bevor bei der Elektrik die Endmontage folgt. „Das läuft hier Hand in Hand, wir kennen uns gut, arbeiten ewig zusammen und können uns auf einander verlassen“, so Schneppmüller. Kein Gewerk warte gern auf das vorher. Er habe nun erstmal in Dabel und Hohen Pritz zu tun.

Fassade und Dach sind mit gelben Klinkern bzw. roten Ziegeln erneuert, von außen passt das Sanierungsobjekt gut in die Straßenzeile; links und rechts haben die Privateigentümer ihre Häuser schick hergerichtet. Rittersitz 25 gehört zu den drei Vorhaben, die die Sternberg Immobilien GmbH & Co KG (Immo), in diesem Jahr zu Ende bringen will. Mit der Fertigstellung rechnet Bürgermeister Jochen Quandt im Frühsommer. Der Termin Ende März – wie angedacht – werde nicht zu halten sein. Bei Altbausanierung stellten sich häufig Verzögerungen ein. Es handelt sich um eine Vollmodernisierung, nach der weitere zwei attraktive Wohnungen in der Sternberger Innenstadt zur Verfügung stehen.

In der Kütiner Straße 11 wurde die Sanierung im alten Jahr abgeschlossen, Markt 10 steht kurz vor dem Abschluss. Jeweils zwei Wohnungen und eine so genannte Gewerbeeinheit sind das Ergebnis. Bis zum Herbst soll die Kütiner Straße 6 voll modernisiert sein. Hier entstehen vier schicke Wohnungen, deren Ausstattung sich durchaus mit Neubauten messen kann, ist der Bürgermeister überzeugt. Es bestehe stets enormes Interesse von Mietern.

Weitere Sanierungen werde die Immo in diesem Jahr nicht beginnen, so Quandt. Vieles sei in der Altstadt bereits verwirklicht, und Geld aus der seit 1991 laufenden Städtebauförderung stehe nun weit weniger zur Verfügung. Bekam Sternberg 2015 noch 838 000 Euro, so sind es in diesem Jahr lediglich 112 500 Euro. Ein Drittel Eigenmittel muss die Kommune aufbringen. Insgesamt stellten Bund und Land im abgelaufenen Vierteljahrhundert jeweils 8,27 Millionen Euro zur Verfügung, die Stadt steuerte 6,725 Millionen Euro bei. Bislang wurden von dieser Summe gut 22,6 Millionen Euro ausgegeben, so dass noch rund 650 000 Euro bewilligte Mittel zur Verfügung stehen. Städtebaufördermittel können in Vorhaben der Immo wie auch privater Eigentümer fließen. Bei den wichtigsten Investitionsvorhaben in Sternberg steht die Altstadtsanierung auch 2016 an erster Stelle. In den neuen Haushalt der Stadt wurden 30 000 Euro eingestellt, der Hauptanteil der Eigenmittel kommt von der Immo. Ausstellungstafeln im Sternberger Rathaus dokumentieren 25 Jahre Städtebauförderung.

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