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Anzeiger für Sternberg, Brüel, Warin

19. August 2017 | 17:03 Uhr

Sternberg : Alte Stolperstellen und neue Bänke

vom
Aus der Redaktion des Anzeiger für Sternberg – Brüel – Warin

Erste Anregungen aus dem diesjährigen Bericht des Sternberger Seniorenbeirates wurden umgesetzt – an anderen wird gearbeitet.

Den drei hellen Holzbänken ist anzusehen, dass sie neu sind. Der Sternberger Bauhof hat sie An den Bleichen, am Mecklenburgring, ein wenig versteckt in einer Heckennische zur Leonhard-Frank-Straße, und etwas oberhalb der B 192, wo ein leichter Anstieg zum Friedhof führt, aufgestellt. Wolfgang Blasko, Vorsitzender des Seniorenbeirates, hatte im jährlichen Bericht an die Stadtvertretung angeregt, an den beiden erstgenannten Standorten Bänke aufzustellen.

„Jetzt sind alle draußen, die über Winter eingelagert waren oder neu sind“, sagt Bürgermeister Armin Taubenheim auf SVZ-Nachfrage. „Von den anderen, die ständig im Freien stehen, werden noch welche nach und nach aufgemöbelt. Alles auf einmal geht nicht.“ Zugleich werde überlegt, wo es Sinn mache, weitere Bänke zu positionieren, die Spaziergängern eine Ruhepause ermöglichten.

Bei unserem Test am Nachmittag bei angenehmem Wetter waren allerdings beinahe alle Bänke frei, auch die drei neuen. Auf der unterhalb vom Friedhof machte dann Uwe Kopischke, der auf dem Weg zum Einkauf war, gern eine Sitzprobe. Er sei gebürtiger Sternberger, Jahrgang 1950, und habe bis vor drei Jahren im Elternhaus gewohnt, in dem er zur Welt gekommen war. „Es ist wunderschön hier. Ich möchte nirgendwo anders hinziehen“, sagt Kopischke. Der Umzug vom eigenen Haus in eine Wohnung sei eine große Umstellung gewesen, doch nun komme er „sehr gut klar“. Vielleicht könnten für Senioren noch mehr Nachmittage gestaltet werden, meint der Sternberger.

Der Belange älterer Menschen, ihrer kleinen und größeren Sorgen nimmt sich der von der Stadtvertretung berufene Seniorenbeirat umsichtig wie hartnäckig an. Dem Seniorenbüro des DRK attestiert er „eine vorbildliche Arbeit“. Doch „trotz aller Fortschritte, die wir im letzten Jahr erreicht haben, gibt es noch einige Probleme anzusprechen“, hieß es im jüngsten Bericht des Vorsitzenden.

Er meinte unter anderem alte Stolperstellen wie den Zuweg zum Seniorenzentrum und der Kita Am Berge. Ob die Stadt auf das DRK, dem das Gelände gehört, Einfluss nehmen könne, „hier Abhilfe zu schaffen“. Angesprochen wurde das schon wiederholt. „Wir weisen das DRK erneut auf den Missstand hin“, sichert der Bürgermeister zu. Es gebe guten Kontakt zum Kreisverband in Parchim und stets Gesprächsbereitschaft. Bei der Treppe vom Mecklenburgring zum Edeka-Parkplatz ist die Stadt selbst in der Pflicht. Die Trittflächen liegen tiefer als die Borde, über die ältere Menschen schnell mal stolpern könnten. Er werde das prüfen, sagt Taubenheim. Derzeit werde an einem behindertengerechten Auf- und Abgang zwischen Mecklenburgring und Karl-Marx-Straße gearbeitet. Anstelle der Treppe sollen Schleifen ähnlich wie Serpentinen von Straßen angelegt werden, damit ein möglichst geringes Gefälle bleibe.

Vorgesehen seien auch weitere für Rollatoren geeignete Straßenübergänge in der Altstadt. Die Initiative dafür war vom Seniorenbeirat gekommen. Thema ist außerdem ein behindertengerechter Zugang zum Rathaus. Der Auftrag zur Erstellung eines Gutachtens sei nun der erste Schritt, erklärt der Bürgermeister. Und der Hauptausschuss befasse sich auf seiner heutigen Sitzung damit.

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erstellt am 30.Mai.2016 | 21:00 Uhr

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