Kobrow : Alte Sorten neu gepflanzt

Pflanzen einer Conference-Birne durch Christian Veit (l.) und seinen Mitarbeiter Miroslaw Raguse.
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Pflanzen einer Conference-Birne durch Christian Veit (l.) und seinen Mitarbeiter Miroslaw Raguse.

Kobrower Streuobstwiese des Landschaftspflegeverbandes ist um ein Dutzend Bäume reicher

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26. April 2018, 12:00 Uhr

Das musste alles zügig gehen, die zwölf Bäume für die Streuobstwiese in Kobrow II wurden aus Klein Zetelvitz in Nordvorpommern angeliefert. Nun brauchte Anja Hansen vom Landschaftspflegeverband Sternberger Endmoränengebiet (LSE) flugs eine Firma, die die Gehölze einpflanzte. „Jetzt im Frühjahr ist das nicht so einfach, alle Betriebe haben viel zu tun“, so Hansen, deren Verband unweit der Streuobstwiese mit ihren nunmehr 47 Bäumen seinen Sitz hat. Zum Glück fand Christian Veit, der in Brüel einen land- und forstwirtschaftlichen Dienstleistungsbetrieb hat, noch ein Zeitfenster. Zusammen mit dem polnischen Mitarbeiter Miroslaw Raguse brachte Veit die Bäume in den Boden und versah sie zudem mit Dreibock plus Verbissschutz.

Bei dem Dutzend Obstbäumen handelt es sich samt und sonders um alte Sorten. Von der Conference-Birne über die Hauszwetschke sowie der Pflaumensorte „Königin Viktoria“ bis hin zur Trevoux-Birne sowie dem Schweizer Orangenapfel beziehungsweise Dülmener Herbstrosenapfel. Letzterer wurde wahrscheinlich um 1870 in Dülmen gezüchtet – daher der Name – aus einem Sämling der Sorte Gravensteiner.

Bei der Kobrower Streuobstwiese handelt es sich um eine Kleingartenanlage aus DDR-Zeiten neben einem mittlerweile abgerissenen Häuserblock. „Die Bäume hier sind an die 70 Jahre alt, die Streuobstwiese muss unbedingt verjüngt werden“, so Hansen. Die Sternberger Wohnungsgesellschaft gab das Gelände an den Landschaftspflegeverband „und möchte das Ganze als Streuobstwiese erhalten haben. Die Wohnungsgesellschaft hat auch zwei Bäume gesponsert“, betont Anja Hansen. 2016 nahm sich der LSE der Fläche an, um hier eine Streuobstwiese mit regionalen und historischen Sorten zu schaffen, zu bewirtschaften und Besuchern nahe zu bringen.

Auf dem Gelände steht auch ein Insektenhotel, welches Sternberger Förderschüler errichteten. Zudem wurden Holzbänke aufgestellt, denn die Streuobstwiese in Kobrow II ist ein Rastplatz des „Erlebnis-Reichs Bienenstraße“, die von Schwerin-Mueß über das Sternberger Seenland bis nach Plau am See führt. Anja Hansen fungiert dabei als Projektmitarbeiterin und Koordinatorin der Bienenstraße, welche die Naturparks Sternberger Seenland und Nossentiner/Schwinzer Heide miteinander verbindet.

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