Sagsdorf : Alles rund um Forst und Holz

Nur mit Helm: Aus sicherer Entfernung sehen die Mädchen zu, wie mit dem Harvester Bäume gefällt werden.  Fotos: Tara Gottmann
Nur mit Helm: Aus sicherer Entfernung sehen die Mädchen zu, wie mit dem Harvester Bäume gefällt werden. Fotos: Tara Gottmann

Beim gestrigen Girls` Day bot das Forstamt Schlemmin Einblicke in den Beruf der Försterin und andere Tätigkeiten, die dazu gehören.

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27. März 2014, 17:47 Uhr

Was macht eigentlich eine Försterin? Das konnten gestern einige Mädchen beim Girls`Day erfahren. An diesem „Mädchen-Zukunftstag, an dem zahlreiche Betriebe in Mecklenburg-Vorpommern mitmachten und den Schülerinnen Männerberufe vorstellten, machte auch das Forstamt Schlemmin mit.

„Der ist ja ganz schön groß!“, staunen die Mädchen, die sich einmal den Beruf der Försterin ansehen wollten. Nun liefen sie mit Revierförster Steffen Hambruch und André Köppen vom Forstamt sowie Praktikantin Svenja Ahlgrimm durch den Wald im Revier Weiße Krug bei Sagsdorf, bis sie vor dem Harvester, einer Vollerntemaschine für Holz, zum Stehen gekommen waren. Elf Mädchen der Regionalen Schule Bernitt, der Freien Schule Bützow und dem Gymnasium am Sonnenkamp Neukloster hatten den Weg zum Forstamt gefunden, eine Achtklässlerin, die anderen aus der fünften und sechsten Klasse. „Ursprünglich hatten wir acht Plätze angegeben. Nachdem diese aber sehr schnell weg waren und uns die Eltern von drei Mädchen anriefen, planten wir unsere Dienstwagen um“, erzählt Köppen.

Charlotte Wendt war im Vorjahr schon dabei. Aus gutem Grund: „Ich möchte Försterin werden“, ist sie sich sicher. „Ich wohne in Tatow direkt am Wald und habe mich vor drei oder vier Jahren dazu entschieden“, erklärt die Schülerin des Gymnasiums in Neukloster. Ihr zweiter Girls`Day beim Forstamt gefällt ihr. Bevor die Dreizehnjährige ein eventuelles drittes Mal mitmacht, könne es sein, dass sie zuvor schon wieder im Wald dabei ist: „Das Berufspraktikum von der Schule aus würde ich auch gerne hier machen.“

Durch das Internet auf die freien Plätze aufmerksam geworden sind Nina Schütte und Ronja Kemnitz. Die beiden elfjährigen Schülerinnen der Freien Schule Bützow „wollten mal was in der Natur machen“, nickt Ronja. „Dann haben wir das hier gefunden und haben es einfach mal ausprobiert“, ergänzt Nina. „Bis jetzt gefällt es uns auch gut. An sich ist es spannend, was Forstleute so zu tun haben.“

Natürlich wird viel erklärt. So erläutert André Köppen, wozu der Harvester eingesetzt wird: „Es gibt verschiedene Sortimente im Wald. Das sind zum einen die Baumsorten und zum anderen die unterschiedlichen Holzqualitäten. Diese unterteilt man in Abschnitte, Kisten-, und Industrieholz. Mit dem Harvester werden die einzelnen Sortimente abgeschlagen, auf die Seite gepackt, in gleich lange Stücke geschnitten, entastet und zusammengepackt.“ Anschließend werden sie von Rückemaschinen an Wege transportiert, an die Lkws zum Abholen hinfahren können. Marko Korf, der Fahrer der Maschine, lässt die Schülerinnen der Reihe nach in das Fahrerhaus kommen. Hier beantwortet er die Fragen der neugierigen Mädels: „Wie lange fährt der schon?“ „Was bedeuten die einzelnen Schalter?“ Worauf muss man aufpassen?“ „Ist das schwer mit dem Lenken?“ Alles wird ihnen beantwortet. Zum Schluss sehen sie noch, wie zwei Bäume gefällt werden.

Nach dem Besuch im Wald beim Harvester geht es zurück zum Forstamt nach Schlemmin. Danach ist der Girls`Day für die elf Mädchen vorbei. Zuvor wurde ihnen morgens das Forstamt vorgestellt und die verschiedenen Tätigkeiten beschrieben. Zudem durften sie die Bedränger von „Zukunftsbäumen“ mit Spray markieren. „Störende Bäume werden gefällt, damit die qualitativ besseren, also die Zukunftsbäume, besser wachsen können“, erklärt Köppen.

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