Penzin : Alles Kraut ist Nahrung

In der kleinen handgemachten Galerie, v.r.: Bernd Fügert mit Sohn Hendrik und Enkelin Hannah Ohlhöft, Karla-Viola Blohm-Kosanke vom Schaugarten Balance Naturheilzentrum und Marlis Dorn, die ihren Garten auch naturnah bewirtschaftet.  Fotos: roswitha spöhr
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In der kleinen handgemachten Galerie, v.r.: Bernd Fügert mit Sohn Hendrik und Enkelin Hannah Ohlhöft, Karla-Viola Blohm-Kosanke vom Schaugarten Balance Naturheilzentrum und Marlis Dorn, die ihren Garten auch naturnah bewirtschaftet. Fotos: roswitha spöhr

Bernd Fügert hat in seinem „Waldschradskraut“ einen Garten geschaffen, in dem sich auch Bienen, Falter, Spatzen und Hühner wohlfühlen

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10. April 2017, 12:13 Uhr

In seinem Garten wachsen „Herzgespann“ und „Ostfriesische Palme“, Königskerzen und Sanikel. Letzteres, ein Wildkraut, war einmal sehr bekannt und das Heilkraut „Herzgespann“ früher in jedem Bauerngarten zu finden. „Die Ostfriesische Palme, ein Grünkohl, ist eine gute Alternative zum Raps als Bienenpflanze“, weiß Bernd Fügert. In seinem Garten „Waldschradskraut“ in Penzin wachsen an die 200 Kräuter, „die ich kenne, habe und verwende“, sagt der 70-Jährige.

Als er mit seiner Bio-Klein-Ranch in der Nähe von Crivitz scheiterte, „haben mich meine Jungs gerettet“ und mir das Grundstück in Penzin besorgt. Als er es übernahm, habe das Gelände mit jeder Menge Bauschutt schlimm ausgesehen.

Seit 13 Jahren lebt und wirtschaftet Fügert jetzt in Penzin, hat eine Steinmauer gesetzt - um eine günstigere Sonneneinstrahlung zu bekommen, eine einfache Zufahrt gebaut und einen Garten „der anderen Art angelegt, nicht eingezwängt in festen Mauern und kunstvoll geschnittenen Hecken. Viele Kräuter suchen selbst ihren Standort, andere werden so gepflanzt, dass eine Bewirtschaftung erfolgen kann“.

Er wolle wie früher wirtschaften, einfach und natürlich. Darüber Literatur zu finden, sei aber fast unmöglich, habe er die Erfahrung gemacht.

Der Garten ist 2000 Quadratmeter groß. Fügert unterscheidet nicht in Zierpflanzen, Obst/Gemüse und Heilpflanzen: „Alles Kraut ist Nahrung für Bienen und Falter, Spatz und Huhn, Has und Schaf und für uns.“, sagt er. Wichtig sei die Vielfalt. Bei ihm gibt es so auch eine Vielzahl von Pflanzen, die der Baumarkt nicht hat. „Keine Treibhausware, die Erde ist selbst aufgearbeitet ohne Torf und technische Zusätze.“ Und so findet man bei ihm auch viele, viele kleine Töpfe, in denen der 70-Jährige seine Pflanzen aus Saatgut selber zieht. Auf dem Grundstück gibt es Hühner und Kaninchen und natürlich Bienen, der Bestäubung wegen. Bernd Fügert ist Mitglied im Sternberger Imkerverein und beteiligt sich an der Bienenstraße.

 
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