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Anzeiger für Sternberg, Brüel, Warin

15. Dezember 2017 | 01:54 Uhr

Langen Jarchow : Alles Bio auf 395 Hektar

vom
Aus der Redaktion des Anzeiger für Sternberg – Brüel – Warin

Dirk und Petra Saggau öffneten zum 7. Bio-Landtag ihren Hof in Langen Jarchow.

von
erstellt am 21.Sep.2014 | 16:28 Uhr

Ein riesengroßer Andrang herrschte nicht gerade am frühen Samstagnachmittag zum landesweiten 7. Bio-Landpartie bei den Saggaus in Langen Jarchow. „Über Mittag waren schon einige da“, so Gastgeber Dirk Saggau.

Peu-à-peu kamen dennoch weitere Gäste. Torsten Geritz aus Nutteln schaute in schwarzer Lederkombi vorbei: „Ich kenne Dirk schon lange, schließlich hat er mein Land gepachtet. “ Karen Bensinger und Gunter Grundl aus der Nähe von Bietigheim in Schwaben – sie machen derzeit Urlaub in Schönlage – sind auf dem Biohof-Tag „in der Apotheke in Brüel durch einen Flyer“ aufmerksam geworden. „Wir sind schon grün orientiert“, bekennt Karen nach der Besichtigung der Fleischrinderherde.

„Gegenwärtig halten wir auf dem Hof 21 Fersen und Ochsen der Rassen Hereford (Kreuzung) und Deutsches Schwarzbund Niederungsrind. Letztere ist eine vom Aussterben bedrohte Rasse“, erläutert Gastgeberin Petra Saggau. Derweil ist ihre zehn Monate alte Tochter Liesbeth gut aufgehoben bei ihrer Ventschower Uroma Friedel Krafft.

Schwerpunkt des Saggau-Hofes sind nicht die Rinder, sondern das Getreide. Auf insgesamt 395 Hektar wachsen Roggen, Dinkel, Weizen, Hafer und Lupine sowie Ackerbohnen und Kleegras. Wobei Dirk Saggau, der seinen Hof nach den „Bioland“-Richtlinien bewirtschaftet, eine sechsjährige Fruchtfolge einhält.

Hafer sowie Dinkel im Spelz verkauft er an den Hamburger Bio-Bäcker Thomas Effenberger. Das andere vermarktet Dirk Saggau, der in den 90ern den Hof in Langen Jarchow übernahm, in seiner alten Heimat Schleswig-Holstein. „Und das Futtergetreide geht nach Stavenhagen.“ Seit 1999 ist seine Frau Petra mit „im Boot“. Zum Bio-Landpartie hatte sie drei Brotsorten zum Probieren gebacken. Und wer wollte, konnte sich auch sein Rindfleisch bei den Saggaus reservieren lassen. Doch bevor die Bio-Rinder schlachtreif sind, vergehen noch einige Weide-Tage ins Land…
 

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