Tempzin : Advent unterm Sternenhimmel

Ingrid Kuhlmann brachte  mit ihrer gemischten Flötengruppe Adventsstimmung in die Kirche. Fotos: Traudel Leske
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Ingrid Kuhlmann brachte mit ihrer gemischten Flötengruppe Adventsstimmung in die Kirche. Fotos: Traudel Leske

Der 18. Tempziner Adventsmarkt lockte wieder viele Besucher aus nah und fern an. Auch kulturell und kulinarisch wurde viel geboten.

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29. November 2015, 16:58 Uhr

„Tausend Sterne sind ein Dom …“ So heißt es in einem alten kirchlichen Weihnachtslied. Und dass diese Behauptung kein Märchen ist, bewiesen die Mitglieder vom Verein Antoniter-Hospital-Tempzin auf ihrem Adventsbasar am Sonnabend. Denn sie ließen, wenn vielleicht auch nicht gerade 1000, so doch sicher mehrere hundert bunte Lichter von der Kuppel der dortigen Klosterkirche auf die Besucher erstrahlen. Die damit zu einem „Dom“ wurde. Dazu erklang von der Empore ein festliches Orgelkonzert, das wieder Steve Bluhm aus Zahrensdorf darbot. Und das so recht auf die Adventszeit einstimmte. Kein Wunder, dass sich die Kirchenbänke rasch füllten und man andächtig der besinnlichen Musik lauschte.

Es war der inzwischen 18. Adventsmarkt, mit dem sich die heiligen Tempziner Hallen in etwas anderer Art präsentierten. Und der über die Region weit hinaus bekannt und beliebt ist. Schon zur Eröffnung waren so viele Besucher gekommen, dass man Mühe hatte, vor der Kirche einen Parkplatz zu finden. Und auch in der Kirche selbst war ein regelrechtes Gewimmel, wie man es selten erlebt; nachdem Vereinsvorsitzende Dörte Gratz alle Besucher begrüßt hatte. Es dauerte auch gar nicht lange, da waren die meisten Adventskränze am Stand von Erika Garling – sie wurden von den Vereinsmitgliedern selbst gebastelt – vergriffen waren. Auch Gestecke gingen weg wie warme Semmeln.

Bei einem Rundgang gab es viel zu sehen und zu kaufen: Keramik, Kunstgewerbe, Schmuck, Kerzen und vieles andere. So dass man die Qual der Wahl hatte, sich zu entscheiden. An mehreren Ständen wurden die beliebten Weihnachtskrippen angeboten; und das in unterschiedlicher Form. Zwischen zwei Krippen am Stand von Karl Giesler sah man einen musizierenden Weihnachtsmann umherhüpfen. Auch Arno Diederichs aus Jesendorf, der langjährige „Krippen-Architekt“, hatte diesbezüglich wieder bauliche Meisterwerke mit der Geschichte des Heiligen Abends im Angebot.

Zum zweiten Mal dabei beim Tempziner Adventsmarkt war auch Marietta Giebelhausen aus Warin. Sie zeigte ungewöhnliche Metallarbeiten ihres Lebensgefährten, die auf einer Rost-Patina basierten. „Es sind wirklich schöne Arbeiten, die zum Kaufen animieren“, so Elke Hilbig aus Wismar, die gerade vorbeiging. „Ich bin mit meiner Familie jedes Jahr hier in Tempzin. Und immer wieder finde ich etwas Hübsches zum Verschenken.“

Rita Klammer aus Brüel hatte wieder ihren „Honigstand“ aufgebaut. Dort gab es Dinge auf der Basis von Honig, die vor allem ihre Schülerfirma hergestellt hatte. Besonders begehrt: die Bienenwachskerzen. Und auch schon seit längerem dabei ist Familie Krämling aus Dassow, die für ihre schönen Bilder und Bücher mit eigenwilligen Sprüchen bekannt ist. Auch in Brüel sind sie inzwischen gute Bekannte.

Und was wäre schon ein Tempziner Adventsmarkt ohne kulturelle Umrahmung! Gleich zu Beginn hatte im Altarraum Ingrid Kuhlmann aus Dabel mit ihrer gemischten Flötengruppe Aufstellung genommen. Und dann erklangen die schönsten Weihnachtslieder deutscher, ungarischer, italienischer und schweizerischer Herkunft. Und dann noch das „Pastorale“ von Vivaldi. Am Kuchenstand boten Rosi Hegemann und Ines Hermann leckere Gebäcke an. Dazu gab es duftenden, heißen Kaffee.

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