Tipps von Jägern : Achtung: Hier wechselt viel Wild

Dieses Warnschild auf der B 104 kurz hinter Sternberg in Richtung Weitendorf sollten Kraftfahrer unbedingt ernst nehmen. Etwa einen Kilometer dahinter befindet sich der Hauptwildwechsel in der Region. Fotos: Roland Güttler (3)
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Dieses Warnschild auf der B 104 kurz hinter Sternberg in Richtung Weitendorf sollten Kraftfahrer unbedingt ernst nehmen. Etwa einen Kilometer dahinter befindet sich der Hauptwildwechsel in der Region. Fotos: Roland Güttler (3)

Ein Unfall mit Reh oder Hirsch kann überall passieren. Doch es gibt Schwerpunkte – gleich drei an B 104 zwischen Sternberg und Cambs

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12. Februar 2018, 21:00 Uhr

„Wildschwein lief gegen Pkw“, lautete die Überschrift einer Meldung in unserer gestrigen Ausgabe. Passiert war das am Sonnabend gegen 23 Uhr auf der B 104 zwischen Cambs und dem Abzweig Kuhlen.

Treffen kann das die Kraftfahrer überall und zu jeder Zeit, doch es gibt auch so genannte Hauptwildwechsel oder Fernwechsel. Stefan Brandt aus Wendorf, Vorsitzender des dortigen Hegerings, nennt an der B 104 zwischen Sternberg und Cambs u.a. folgende neuralgische Punkte: „Auf Höhe der Abzweige nach Zaschendorf und Kuhlen und nahe des Betonknotens, dort wo die L 09 nach Crivitz geht.“

Der größte Fernwechsel des Wildes in der Region befindet sich in dem Bereich der B 104 jedoch laut seinem Jagdkollegen Christian Veit aus Nutteln zwischen Sternberg und Weitendorf etwa auf Höhe der alten Sternberger Ziegelei. Im Januar gab es hier zwei Verkehrsunfälle mit Hirschen (SVZ berichtete). Das Wild wechselt permanent „zwischen Sagdorfer Wald und dem Warnowbruch an der B 104 und dann rüber zum Kaarzer Holz. Jede Nacht gehen hier die Hirsche oder die Sauen über die Straße“, so Veit, „vor allem im Zeitraum zwei Stunden vor Sonnenaufgang beziehungsweise zwei Stunden nach Sonnenuntergang.“

Was die Landesstraße 09 vom B 104-Abzweig bis Crivitz betrifft, so ist es in Sachen Wildunfall-Häufigkeit laut Angaben von Stefan Brandt „in den letzten zwei Jahren etwas ruhiger geworden“. Er führt das auf die angebrachten blauen Reflektoren zurück. Nach mehreren Unfällen mit verletzten Personen ließ die Straßenbehörde laut Brandt die blauen Reflektoren anbringen. Neuralgische Stellen an der L 09 lägen zwischen „Wendorf und Weberin, am Chausseehaus nach Demen und nochmals kurz vor Crivitz“.

Auf der B 192, die zwischen Sternberg und der Brüeler Ampelkreuzung eins ist mit der B 104, gibt es auf den 28 Kilometern bis zur A20-Auffahrt Zurow gleich drei ausgewiesene Wildwarnbereiche – zwischen Sternberg und Brüel sowie von Blankenberg bis Warin und dann nochmals hinter Warin.

In der Region Neukloster gibt es keinen extremen Unfallschwerpunkt, sagt der dortige Hegeringchef Volker Wittke aus Glasin. „Durch die Autobahn ist unser Gebiet zerschnitten. Die angelegten Wildbrücken werden gut angenommen.“

Hinweise vom Experten

Achtung, Wild! – heißt es hingegen verstärkt auf der Wismarer Umgehungsstraße, der Westtangente. „Schwerpunkte sind hier gleich nach dem Kreisverkehr sowie kurz hinter der Abfahrt Friedenshof und vom Kreisel aus zur Autobahn vom Wallensteingraben in Richtung Autobahn“, weiß Ulf-Peter Schwarz vom NWM-Kreisjagdverband.

Besondere Vorsicht für Kraftfahrer sei laut Schwarz allgemein geboten „bei Straßen durch geschlossene Waldbereiche sowie in Senken und ausgangs von Ortschaften“.

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