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Hohen Pritz/Trams : Achtung, Autofahrer! Wieder viel Wild unterwegs

vom
Aus der Redaktion des Anzeiger für Sternberg – Brüel – Warin

Steigende Unfallzahlen / Dabei kommt das jährliche „dicke Ende“ erst im Oktober und mit der Zeitumstellung.

von
erstellt am 12.Sep.2014 | 19:17 Uhr

Wildwechsel machen den Kraftfahrern in diesen Tagen vermehrt zu schaffen. Zwei verendete Rehe lagen am Donnerstagabend auf den Landesstraßen rund um Jesendorf. Um 21.22 Uhr wurde laut Wismars Polizeisprecher André Falke „ein totes Reh auf der L 101 zwischen Trams und Jesendorf beräumt“. Wenig später, gegen 22.10 Uhr, lief auf der von Jesendorf und Wismar führenden L 102 kurz hinter Maßlow-Ausbau ein Reh in einen Pkw. „Der Fahrer rief bei der Leitstelle an, dass er keine Unfallaufnahme wollte, da es am Auto scheinbar keinen Schaden gegeben hat“, so Falke, der erläuterte: Und damit sei es aus polizeilicher Sicht „kein Wildunfall“. So wurde auch hier nur der Jäger verständigt, um das Wild von der Straße zu beseitigen.

Unfälle mit Wild gab es am Donnerstag u.a. auch zwischen Goldbeck und dem Abzweig Steinbeck. Hier lief einem Golf ein Wildschwein vor die Motorhaube; am Ortsausgang Plau Richtung Lübz musste es ein Passat mit einem wechselnden Reh aufnehmen und bei Langenhagen war es ein Fuchs, der vor einem Passat auf die andere Straßenseite wollte. Alle drei Unfälle ereigneten sich in der Dämmerung.

Gestern morgen war auch das Sternberger Polizeirevier „scharf“ auf Wild. Hier gingen zwei Meldungen ein. Zum einen kollidierte gegen 6.30 Uhr auf der Verbindungsstraße zwischen Hohen Pritz und Wamckow, aus Hohen Pritz kommend, ein Pkw Smart mit einem Reh. Das Tier lief weiter. Am Auto entstand Sachschaden, der 36-jährige Fahrer blieb unverletzt.

Eine knappe Stunde später überquerte ein Wildschwein die Fahrbahn zwischen Kobande und der Ampelkreuzung der L09 nach Crivitz, als gerade eine 53-jährige Twingo-Fahrerin entlang fuhr. Es kam zu einer Kollision und auch hier verschwand das Tier. Zum Glück für die Fahrerin blieb’s bei Sachschaden.

Diese Vorfälle sollten Kraftfahrer zu noch mehr Vorsicht mahnen. Die meisten Unfälle passieren in der Tat in den Abend- und frühen Morgenstunden, wobei Übergangsbereiche zwischen Wald und Feld besondere Schwerpunkte darstellen. Hier muss man mit regelmäßigem Wildwechsel rechnen, da die Tiere zur Äsung vom Wald auf die Felder ziehen und danach wieder den Schutz des Waldes aufsuchen. Zudem sind während der Paarungszeit der Rehe im Sommer und der Hirsche und Wildschweine im Herbst sowie im Winter sind die Reaktionen unvorhersehbar und deshalb für Kraftfahrer noch gefährlicher.

Dabei sind die aktuellen Wildunfälle nur Vorboten für demnächst zu erwartende unliebsame Treffs von Mensch, Fahrzeug und Tier. „Ab Oktober geht es erst richtig los. Ganz schlimm ist es immer, wenn die Zeitumstellung kommt“, weiß André Falke aus Erfahrung. Die Sommerzeit endet in diesem Jahr am 26. Oktober.



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