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Bauabnahme der erneuerten Lindenstraße in Woserin : Abschluss einer endlosen Geschichte

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Die erneuerte Lindenstraße in Woserin wird schon einige Zeit befahren, am Donnerstagnachmittag erfolgte nun auch die Bauabnahme. Und die verlief zur Zufriedenheit aller Beteiligten. Lediglich Details sind nachzubessern.

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erstellt am 07.Jun.2013 | 08:06 Uhr

Woserin | Die erneuerte Lindenstraße in Woserin wird schon einige Zeit befahren, am Donnerstagnachmittag erfolgte nun auch die Bauabnahme. Und die verlief zur Zufriedenheit aller Beteiligten. Lediglich Details sind nachzubessern, für Planer Rolf Hilgenstock kein Pro blem. So nahm Ralf Eggert, Korbmacher in Woserin und als interessierter Bürger bei der Abnahme zugegen, Anstoß an der Gardine um den so genannten Steinschlucker in der Mitte des Dorfes. Dieser nimmt das Oberflächenwasser auf, das bei Starkregen neben die Fahrbahn läuft, und sorgt dafür, dass der mitgespülte Sand nicht in die Entwässerungsleitung gelangt. Die Gardine, die Halt geben und den Sand auffangen sollte, kommt weg, entschied der Planer, stattdessen wird um den Fuß des Steinschluckers fünf Zenti meter hoch Draht geflecht gewickelt, das den gleichen Zweck erfülle. Von dem sei nichts mehr zu sehen, wenn der Rasen wächst. Weitere Kleinigkeiten waren zum Beispiel Feldsteine zwischen einem Grundstück und der Straße, die nicht dorthin gehören. Sie seien hinderlich, wenn sich zwei Fahrzeuge begegnen.

Regina Rosenfeld, Bürgermeisterin der Gemeinde Borkow, zu der Woserin gehört, freut sich über die neue Straße. Von beiden Seiten ins Dorf hinein wurde sie

asphaltiert, im denkmalgeschützten Bereich vom Pfarrhaus bis hinter die Kurve in Richtung Hohenfelde neu gepflastert. Bei Nässe sieht die Bürgermeisterin im Kurvenbereich Probleme, doch das Pflaster auch an der Stelle ist Teil des Kompromisses, der nach einem jahrelangen erbitterten Streit zwischen der Gemeinde und dem Verein für den Erhalt der historischen Pflasterstraße gefunden wurde. Dieser hatte sich vehement dafür ausgesprochen, die Straße lediglich zu reparieren, und sich mit seinem Anliegen sogar an den Petitionsausschuss des Landtages gewandt, der dann vor Ort vermittelte. Zudem hatten Anwohner befürchtet, dass bei einer Vollsanierung die Straßenausbaubeiträge für sie unbezahlbar würden. Das sei nicht eingetreten, die lägen im Durchschnitt bei 1500 Euro, so der Planer. Dies vor allem aufgrund der Fördermittel, die mit ca. 340 000 Euro 65 Prozent der Bruttokosten ausmachen. Im laufenden Bodenordnungsverfahren werden Zuschüsse sowohl für Straßenbau als auch für die Vermessung der Hausgrundstücke und jedes anderen Flurstückes gezahlt,

erklärt Simone Krey vom Staatlichen Amt für Landwirtschaft und Umwelt (Stalu).

Die neue Straße begleitet ein befahrbarer Gehweg, den es vorher nicht gab. Die Stromkabel kamen in die Erde, die Telekom-Leitungen leider nicht, bedauert der Planer. Woserin erhielt eine neue, sparsame LED-Straßenbeleuchtung sowie einen Entwässerungskanal. Zuvor hielt sich am Dorfeingang Regenwasser längere Zeit in der kleinen Bodensenke.

Eine Geschichte, die endlos zu werden schien, fand nunmehr einen (glücklichen) Abschluss. 1995 gab es erste Planungen, seit 2002 hat sich Rolf Hilgenstock mehrfach damit befasst. Es sei nicht das, was die Befürworter von vollständigem Erhalt und Reparatur der Straße wollten, "aber ich bin zufrieden, der Kompromiss ist in Ordnung", so Ralf Eggert. Jetzt könnten Kinder mit Inlinern durch das Dorf fahren und Senioren mit Rollatoren.

Endlich habe sich an den Straßen in der Gemeinde etwas getan, atmet die Bürgermeisterin auf. Die von Woserin nach

Hohenfelde sei jetzt am dringensten. Die Fördermittel sind für 2014 beantragt, sagt die Stalu-Vertreterin.

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