Hohen Pritz : Abschied mit Wehmut und Stolz

Britta Täufer hat nun auch mehr Zeit für Hund Oskar.
Britta Täufer hat nun auch mehr Zeit für Hund Oskar.

Britta Täufer war 15 Jahre lang in Kommunalpolitik aktiv. Nach dem Bürgermeisteramt gibt sie heute auch das der Amtsvorsteherin ab.

von
14. Juli 2014, 16:49 Uhr

Wenn heute Abend der Sternberger Amtsausschuss zusammenkommt, wird auch ein neuer Amtsvorsteher gewählt. Amtsvorsteherin Britta Täufer (51) kandidiert nicht wieder. Vor wenigen Tagen hat die 51-Jährige auch als Bürgermeisterin der Gemeinde Hohen Pritz den Staffelstab an Jan Kessel übergeben. (SVZ berichtete) Britta Täufer hinterlässt ihren Nachfolgern ein wohlgeordnetes Haus, eine finanziell gut aufgestellte schmucke Gemeinde, schuldenfrei und mit finanziellem Spielraum für neue Vorhaben. Mit Entschlossenheit wurden von ihr und den früheren Gemeindevertretungen alle sich bietenden Möglichkeiten dafür genutzt, vom Bodenneuordnungsverfahren bis zu den finanziellen Hilfen im Rahmen der Dorferneuerung. Die heute 380 Einwohner der Gemeinde profitieren aber auch von den Gewerbesteuern, die in die Gemeindekasse von den Betreibern des Windparks fließen. Dabei war es genau dieser Windpark, der vor 15 Jahren die Bürger auf die Barrikaden trieb. Eine Bürgerinitiative lief Sturm gegen die Baupläne. Die zierliche Frau wurde praktisch ins kalte Wasser geworfen, nahm zu dieser Zeit, als viele Männer der Gemeinde kniffen, die Herausforderung an, wurde Bürgermeisterin, verhandelte, vermittelte und glättete die Wogen. Heute stehen 14 Windräder auf Gemeindegrund und Britta Täufer blickt zurück. „Damals gab es kaum Befürworter und heute sagen viele, dass es ja doch am Ende gar nicht so schlimm ist. Damals haben leider die meisten, die die Vorteile sahen, geschwiegen“.

Auf der Agenda standen vor 15 Jahren aber auch andere Punkte. Da sollten zunächst erst einmal etliche Schandflecke verschwinden. Die alten Scheunen und Stallanlagen stellten nicht nur eine Gefahr für Kinder dar, sie verschandelten auch die Ortsbilder. „Mit Norbert und Martin Rethmann hatte ich glücklicherweise tolle Partner gefunden, die uns unterstützten.“ Am Ende konnten an vielen Orten anstelle der Ruinen hübsche Spielplätze gebaut werden. Von der folgenden Komplettsanierung der Ortslagen – sprich der Dorf- und Ortsverbindungsstraßen – kann sich jedermann überzeugen, der mit wachen Augen durch die Gemeinde fährt. Besonders in Kukuk erhielt die Gemeindevertretung viel Lob von berufenen Stellen. Wurden doch hier neue Asphaltstraßen mit Banketten aus Natursteinpflaster kombiniert und so trotz Neugestaltung und Sanierung der dörfliche Charakter erhalten. Blickt Britta Täufer zurück, so freut sie sich besonders über den gelungenen Umbau eines alten denkmalgeschützten Pferdestalls in Hohen Pritz zum neuen attraktiven Gemeindehaus und Heimstadt der Freiwilligen Feuerwehr. Erst bei der jüngsten Kommunalwahl wurde übrigens mit einem neuen Eingangsbereich, der auch von Bürgern mit Rollatoren und Kinderwagen problemlos bewältigt werden kann, das jüngste Kapitel in Sachen Gemeindehaus geschrieben.

Den ganzen Beitrag lesen Sie in der Tageszeitung und auf Epaper.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen