Müsselmow : Abendbrot frisch gekocht aufs Feld

Immer frisch zubereitet: Rita Bergholz  sorgt für das  leibliche Wohl der Bauern der Agrargenossenschaft Gustävel währen der Erntezeit.
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Immer frisch zubereitet: Rita Bergholz sorgt für das leibliche Wohl der Bauern der Agrargenossenschaft Gustävel währen der Erntezeit.

Müsselmowerin Rita Berkholz sorgt für die tägliche warme Mahlzeit in der Haupterntezeit für die Bauern der Agrargenossenschaft.

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28. Juli 2014, 17:17 Uhr

Das Abendbrot ist längst in die Thermobehälter verpackt und abgeholt worden für die Bauern der Agrargenossenschaft Gustävel, die in der Ernte arbeiten. Rita Berkholz vom „Gasthof zum Lindengarten“ in Müsselmow schneidet noch etwas Petersilie klein, friert es ein, und wird es für das nächste Essen verwenden.

„Hähnchenkeulen mit Paprikagemüse und Salzkartoffeln hatte ich heute für 15 Leute zubereitet“, erzählt die Gaststätten-Inhaberin. Seit zehn Jahren kocht und brät sie hauptsächlich in der Erntezeit für die Erntehelfer. „Gegen Nachmittag bekomme ich einen Anruf von Ralf Toparkus oder Roland Ohlendorf von der Agrargenossenschaft, für wie viele Personen ich die warme Mahlzeit an diesem Tage zubereiten kann. Was ich koche oder brate, das bleibt mir überlassen. Die Männer mögen aber Hausmannskost und so gibt es auch Kammsteak mit Röstzwiebeln, Bratwurst mit Sauerkraut, Gulasch mit Nudeln, Hamburger Schnitzel und Bauernfrühstück werden sehr gerne gegessen“, zählt sie nur einige Gerichte auf.

Dafür hat sich Rita Berkholz einen Plan entworfen, wo sie sämtliche Speisen für drei Wochen einträgt, die sie zubereitet. „Eigentlich geht es schon los, dass ich Essen koche, das raus aufs Feld geht, wenn die Wiesen gemäht werden. In diesem Jahr war es der 4. Juni, wo ich zwei Essen zubereitete.“ Ab dem 21. Juli mit Erntebeginn auf den Wintergerste-Feldern habe sie bisher täglich warmes Abendessen zubereitet. „Wenn es zu feucht ist zum Dreschen, dann ist auch für mich Kochpause“, erzählt die 54-Jährige. Zur Zubereitung benötigt sie etwa anderthalb Stunden. Gegen 17.45 Uhr wird das Essen abgeholt. Dann ist es noch heiß, wenn es auf dem Feld zur Pause ankommt.

Wie alles einmal entstanden ist, dass sie Ernte-Essen zubereitet, das weiß sie nicht mehr so genau.

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