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Anzeiger für Sternberg, Brüel, Warin

22. November 2017 | 14:13 Uhr

Sternberg : Ab zwei Uhr im Winterdienst

vom
Aus der Redaktion des Anzeiger für Sternberg – Brüel – Warin

Bauhöfe und landwirtschaftliche Unternehmen im Einsatz / In Kuhlen-Wendorf ging es besonders früh aus den Betten

von
erstellt am 29.Dez.2014 | 17:12 Uhr

Um Mitternacht hatte der Sternberger Henry Cieslack aus dem Fenster geschaut und meinte: „Was ist denn das?“ – Es schneite. Die Wetterfrösche hatten Recht behalten. Vormittags gegen zehn Uhr rückte er der weißen Pracht per Schneeschieber vor seiner Garage in der Fischerstraße zu Leibe.

Da war für die Mitarbeiter des Sternberger Bauhofs das Schnee-Tageswerk bereits verrichtet. Von 3.30 bis gegen 9.30 Uhr waren die Männer laut Bauhofschef Dietmar Merseburger „mit zwei Multicars, einem Kleintraktor für Gehwege sowie zwei Fahrzeugen für die Treppen“ unterwegs. „Wie immer“, so Merseburger, „wurde entweder Sand oder Salz gestreut. Letzteres für die Gehwege, in der Innenstadt oft Sand, heute (Montag – d. Red.) haben wir hier auch teilweise Salz verwendet.“ Insgesamt hat sich der Bauhof mit „500 Tonnen Sand und erst einmal 40 Tonnen Salz“ bevorratet. Merseburger ist gespannt, wie dieser Winter wird, „vergangenes Mal hatten wir gerade vier bis fünf Einsätze“.

Der gestrige Montag bescherte den Mitarbeitern auf dem Brüeler Bauhof den zweiten Einsatz in diesem Dezember. „Am 27. nachmittags haben wir schon mal gestreut, in Golchen, nach Keez rein und auf dem Lehmberg in Thurow“, sagt Bauhofschef Norbert Krienke. Der Winterdienstplan steht seit dem 27. November, jetzt scheint es Ernst zu werden. Um 4.30 Uhr waren die Männer vom Hof gefahren, um in Brüel und den Ortsteilen zu schieben und zu streuen. „Wir waren mit vier Fahrzeugen und fünf Mann bis ca. 9 Uhr im Einsatz“, bilanziert Krienke. Mittags sind dann noch einmal zwei Bauhofs-Mitarbeiter los, um „nachzuschieben, damit der Matsch runter kommt“. Auch auf dem Friedhof wurden Wege freigeschoben. Eingesetzt wurde Salz, wenn Eisglätte dazukommt, wird ein Sandgemisch verwendet.

Die frühesten Frühaufsteher waren in den insgesamt zehn Ortsteilen von Kuhlen-Wendorf unterwegs, wo die Gemeinde den Winterdienst vornimmt. Laut Bürgermeister Ralf Toparkus war man bereits seit „zwei Uhr unterwegs. Es ging bis zehn Uhr. Wir haben Salz gestreut.“

Mit Salz abstumpfen – darauf setzt man bei der Wariner Pflanzenbau e.G. mit Sitz in Trams. „Wir streuen ganz dünn Salz, ohne Lauge. Zudem wurde auch teilweise geschoben“, erläutert dessen Vorstandsvorsitzender Wolf-Dietmar Vetter. Für 68 Kilometer kommunaler Straßen der Kommunen Bibow, Jesendorf, Warin und Blankenberg sind die Pflanzenbauer seit der Wende zuständig. „Die Abstimmung klappt sehr gut“, betont Vetter. Er habe sich gerade mit Christine Schrein, Sachgebietsleiterin im Wariner Ordnungsamt, verständigt „wo es Probleme gab“. Zudem lobte Vetter die gute Koordination mit dem Wariner Bauhof.


Schrankenanlage durch Frost außer Betrieb


Probleme mit den Minusgraden gab es bei der Bahn. So wurde der in Barkow bei Lübz wohnende Werner Krause zusammen mit Sohn Marco nach Sternberg alarmiert. Die Privatbahn Regio Infra Nord-Ost mit Sitz in Meyenburg (Prignitz) betreibt seit 2008 unter anderem auch die Bahnstrecke Dabel – Blankenberg. Einziger Nutzer hier ist die Sternberger Rapsveredlungsfirma ecoMotion, die ihren Biodiesel per Kesselwagen zum Weitertransport nach Blankenberg bringt. Per Gasflasche und Bunsenbrenner tauten die Krauses die eingefrorene, so genannte Schlüsselabhängigkeit der Schrankenanlage auf. In Sternberg und Brüel werden die Schranken noch manuell bedient. Der Test gegen 10.20 Uhr ergab: alles in Ordnung…

Die erste dünne Schneedecke zum Jahresende ließ derweil die Kinderherzen höher schlagen. In Sternberg waren Kinder mit Schlitten unterwegs. Oder man spielte im Schnee wie die sechsjährige Anna aus Brüel, die sich mit Opa Helfried Wartat die Zeit vertrieb, bis Omas Zahnarztbesuch in Sternberg zu Ende war.

 

 

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