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Anzeiger für Sternberg, Brüel, Warin

22. November 2017 | 10:33 Uhr

Warin : Ab Sommer schnelles Internet

vom

Im ersten Quartal, wie eigentlich vorgesehen, wird es nichts mehr mit dem schnellen Internet in Warin. Doch zum Sommer soll dort die Breitbandversorgung über den neuen Standard LTE (Long Term Evolution) verfügbar sein.

svz.de von
erstellt am 17.Feb.2012 | 05:42 Uhr

Warin/Sternberg/Brüel | Im ersten Quartal, wie eigentlich vorgesehen, wird es nichts mehr mit dem schnellen Internet in Warin. Doch zum Sommer soll dort die Breitbandversorgung über den neuen Standard LTE (Long Term Evolution) verfügbar sein. Das erfuhr SVZ gestern von Mobilfunkspezialist Helmut Zeitz vom Unternehmen Vodafone.

Zeitz, der im ganzen Osten von Deutschland über die Pläne des Unternehmens aufklärt, war am Donnerstagabend im Bauausschuss von Blankenberg und gestern Vormittag bei Amtsverwaltungschef Jochen Quandt im Sternberger Rathaus, um zu aktuellen Projekten in den Gemeinden Auskunft zu geben.

Der Mobilfunkanbieter will noch in diesem Jahr das Netz in der Region mit LTE ausrüsten. Der Großteil der noch weißen Flecken im Amtsbereich Sternberger Seenlandschaft verschwindet, so gestern Verwaltungschef Quandt. Hier scheine eine richtige Lösung gefunden.

Warins Bürgermeister Michael Ankermann, der bei der Bauausschusssitzung in Blankenberg dabei war, um sich zu informieren, zeigte sich gestern ebenfalls erleichtert. "Das scheint auf der Zielgeraden zu sein", erklärte er. Wichtig ist aus seiner Sicht, dass auch alle Wariner Ortsteile das schnelle Internet über Funk nutzen sollen.

Dafür rüstet Vodafone den Funkmast am Graupenmühler Weg in Warin auf. Die Konstruktion musste noch verstärkt werden, um die erweiterte Technik zu tragen, erfuhr SVZ gestern von Helmut Zeitz.

Und auch andere Vodafone-Masten werden mit Antennen für die neue Mobilfunkgeneration erweitert. Bereits zum Frühjahr soll das am Mast in Warnow passieren, was sich bis nach Groß Görnow auswirken könnten. Über vier bis fünf Kilometer Entfernung funktioniere LTE richtig gut, sagt Zeitz. Und man gehe von der Verfügbarkeit bis zu zehn Kilometer Luftlinie aus. Dann müsse man sich möglicherweise mit dem Zugangsgerät, das kann beispielsweise ein Router sein oder ein Stick am Computer, dichter am Fenster postieren oder evt. sogar eine Zusatzantenne installieren. "Die Faustregel ist", so erklärte Zeitz: "Wo ich heute mit dem Handy telefonieren kann, habe ich dann auch LTE."

Im Anschluss an Warnow und Warin will Vodafone bis zum Herbst diesen Jahres weitere Masten umrüsten. Dazu gehören Jesendorf, Dabel, Brüel, Lohmen, Mustin und Sternberg.

Mit den neuen Antennenanlagen allein ist es aber nicht getan. Zusätzlich wird das ganze Netz ausgebaut, über das die riesigen Datenmengen versendetet und empfangen werden können. Entweder über Glasfaser oder über ein neues Richtfunksystem. Letzteres soll auch im Sternberger Seenland zum Einsatz kommen. Es dauert derzeit zuweilen doppelt so lange wie bisher, um für diesen Richtfunk die Genehmigungen zu erhalten, so Zeitz. Außerdem ist es für die Lieferanten eine Riesenherausforderung, die Technik für ganz Deutschland zu liefern. Das seien ebenso wie die Verstärkung des Funkmastes Gründe, dass das Unternehmen in Warin später als geplant mit LTE starten kann.

"Die Technik schafft Gleichheit zwischen Stadt und Land", so der Techniker. "Wir schließen eine digitale Kluft." LTE ermögliche Bandbreiten wie sie heute in den Städten bei Anschlüssen über Kabel erreicht werden. Auch die Preise für die Kunden seien vergleichbar mit Kabelanschlüssen. Dort, wo die neue Funktechnik bereits in Betrieb sind, sei die Kundenzufriedenheit mittlerweile sehr groß. Angesichts der Unzufriedenheit vieler Nutzer in der Wariner Region mit dem bisherigen Mobilfunkstandard UMTS meinte Zeitz, das sei auch nie für so große Datenmengen gedacht gewesen wie es heute aufnehmen muss.

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