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Anzeiger für Sternberg, Brüel, Warin

18. November 2017 | 15:12 Uhr

Ab morgen Tempo 30 in gesamter Altstadt

vom

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erstellt am 02.Jun.2010 | 08:46 Uhr

Sternberg | Ab 7 Uhr früh gilt ab dem morgigen Freitag in Sternberg als zweite Stadt der Bundesrepublik in der gesamten Altstadt Tempo 30 bzw. Schrittgeschwindigkeit. Letzteres in jenen Straßen, die als verkehrsberuhigte Zonen ausgewiesen sind.

Bereits seit einigen Tagen laufen beim Sternberger Bauhof dafür die Vorbereitungen. Vier Mitarbeiter sind mit nichts anderem beschäftigt, als die neuen Verkehrszeichen zu installieren und vorerst noch abzudecken. Am frühen Freitagmorgen ist es dann soweit: Die Hüllen werden entfernt und ab 7 Uhr heißt es für Sternbergs Altstadt: Tempo 30. Zugleich werden die bisherigen Verkehrszeichen entfernt und der Schilderwald gelichtet (Vorfahrtsstraßen, Stoppschilder, Abbiegende Hauptstraße, Park- und Halteverbotsschilder), informierte der Chef des Bauhofes Dietmar Merseburger.

Für die Verkehrsteilnehmer bedeutet dies, sich spätestens ab morgen früh auf die neue Situation einzustellen, die da lautet: rechts vor links, Tempo 30 und Parken nur auf speziell gekennzeichneten Flächen. Um die Verkehrsteilnehmer auf ihrem Weg in die Altstadt auf die geänderte Verkehrsführung aufmerksam zu machen, werden für die kommenden drei Monate extra Hinweisschilder aufgestellt.

Ändern wird sich ab Freitag auch die Befahrbarkeit des Sternberger Marktplatzes. Er wird künftig nur noch aus eine Richtung zu erreichen sein: von der Pastiner Straße, der Mühlen-, der Wall- und der Schulstraße. Eine Abfahrt vom Markt erfolgt über die Kütiner und die Luckower Straße.

Kinder, ältere Bürger, die zunehmende Anzahl der Fahrradfahrer und auch andere Urlauber werden durch die erhöhte Verkehrssicherheit von der neuen Regelung profitieren, ist die Intention der Stadtvertreter. Zudem werde der Verkehr ruhiger und Anwohner weniger mit Straßenlärm belästigt.

"Wenn Sternberg das jetzt durchzieht, haben die Stadtoberen wirklich einen guten Job gemacht und etwas Gutes für die Bürger getan", lobte Carsten Willms, Verkehrsexperte beim ADAC Hanse, Hauptgeschäftsstelle in Hamburg, die Umstellung auf Tempo 30 und damit die Umsetzung eines von der Stadtvertretung beschlossenen Verkehrskonzeptes.

Nur wenige Städte im Norden haben diese Umstellung ähnlich durchgesetzt, so die Erfahrung von Willms. Im Norden Deutschlands seien dies bisher nur Lauenburg und Boizenburg.

Andere Städte wie Stralsund haben nur wenige Straßen ihrer Altstadt als Tempo 30-Zone ausgewiesen.

Mit der Umstellung am Freitag hat der Sternberger Bauhof in dieser Sache noch nicht Feierabend. Sämtliche alten Pfähle für die bisherigen Verkehrszeichen müssen noch ausgegraben und entfernt werden.

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