Warin/Jesendorf : A 14: Sekundenschlaf führt zu Unfall

Unfall auf der A 14 am späten Mittwochnachmittag auf halber Strecke zwischen den Anschlussstellen Jesendorf und Schwerin-Nord.
Unfall auf der A 14 am späten Mittwochnachmittag auf halber Strecke zwischen den Anschlussstellen Jesendorf und Schwerin-Nord.

Transporter überschlug sich: Alarmierte Feuerwehren aus Warin und Jesendorf brauchten nicht eingreifen.

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16. April 2015, 17:19 Uhr

Um 16.53 Uhr heulten am Mittwoch die Sirenen in Warin. Laut Meldung auf dem Digitalen Meldeempfänger (DME) ging es auf die Autobahn A 14 in Fahrtrichtung Schwerin. „Hier war ein Fahrzeug verunfallt und eine Person solle sich noch im Fahrzeug befinden“, erfuhren die Wariner Kameraden. Da bei solchen Einsatzszenarien immer mit dem schlimmsten zu rechnen ist, entschied sich Einsatzleiter Stephan Buchs bereits im Gerätehaus dafür, den Vorausrückwagen (VRW) mit extra Schneidgerät ebenso wie die beiden Wasser führenden Tanklöschfahrzeug (TLF 300) und Hilfeleistungslöschfahrzeug (HLF 20/16) mit an die Einsatzstelle zu beordern.

Vor Ort stellte sich die Lage dann, Gott sei Dank, ein wenig anders da. Bereits bei der Ankunft wurde der Fahrzeugführer durch die Kräfte vom Rettungsdienst und einen Notarzt betreut. Buchs: „Für uns als Feuerwehr gab es hier keinerlei weiteren Handlungsspielraum, da der Fahrzeugführer nicht eingeklemmt war. Weiterhin liefern keine Kraft- oder Schmierstoffe aus, sodass wir hier nach ca. 20 Minuten unverrichteter Dinge wieder abrücken konnten.“ Neben der Feuerwehr Warin waren auch die Kameraden aus Jesendorf alarmiert worden.

Traurig aus Sicht von Buchs war, „die Polizei wusste nicht, dass die Feuerwehr kommt. Eine nette Polizistin dachte, dass ich zufällig vorbeigekommen wäre.“ Stephan Buchs war mit dem Kommandowagen vorausgeeilt zur Unfallstelle.

Die Wariner und Jesendorfer Wehren sind auf der A 14 zuständig für die Abschnitte Jesendorf – Schwerin-Nord bzw. in der Gegenrichtung Jesendorf – Kreuz Wismar.

Laut Polizeiangaben war der 48-jährige Transporter-Fahrer nach eigenen Angaben in einen Sekundenschlaf gefallen. Dadurch kam das Auto nach rechts von der Fahrbahn ab, prallte gegen die Außenschutzplanke und überschlug sich. Der Fahrer verletzte sich leicht. Der nicht mehr fahrbereite Transporter musste mit einem Kran geborgen werden. Polizeilich wird der Sachschaden auf 10 000 Euro geschätzt.


Baum auf der Straße bei Weberin


Auch die Brüeler Wehr musste am Mittwoch rausrücken, da auf der Kreisstraße zwischen Weberin und Kritzow ein Baum lag. „Wir sind nur mit dem kleinen Wagen und vier Mann unterwegs gewesen. Die Sache war schnell erledigt“, so Wehrführer Torsten Reiher gestern gegenüber SVZ.

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