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Anzeiger für Sternberg, Brüel, Warin

26. September 2017 | 20:24 Uhr

Sternberg : 80 volle Badewannen pro Minute

vom
Aus der Redaktion des Anzeiger für Sternberg – Brüel – Warin

Technisches Hilfswerk (THW) musste anrücken, um der Wassermassen Herr zu werden. Bauarbeiten am Aldi/Edeka-Projekt gefährdet

svz.de von
erstellt am 27.Jul.2017 | 05:00 Uhr

Am Dienstag bekamen die Mitarbeiter vom Ortsverband in Wismar des Technischen Hilfswerks (THW) einen Hilferuf. Es war Projektleiter Michael Hüge, der Verantwortliche für das Bauvorhaben Aldi/Edeka in Sternberg, der um Hilfe bat. Denn durch den Starkregen der vergangenen Tage waren Wiesen, Gartenanlagen, Bahnhofsgelände und die Hauseigentümer und deren anliegende Grundstücke in der Goethestraße in der Senke – also das gesamte Niederungsgebiet – gefährdet und stark unter Wasser gesetzt worden.

Das vorhandene Entwässerungssystem in Sternberg war den Regenmenge nicht mehr gewachsen; es drang bereits in die tiefen Fundamentgräben ein. Und da auch die Feuerwehr nicht in der Lage war, dem Einhalt zu gebieten, musste das THW ran.

 Schließlich war das gesamte Bauvorhaben stark gefährdet; die Wassermassen behinderten jetzt sogar schon die Gründungsarbeiten in der Fertigstellung. Zumal die Fundamente vom zukünftigen Edeka-Markt zirka zwei Meter tiefer als die Stadtentwässerung liegen. Und so wurde das THW – nur dieses verfügt bei Schadenslagen wie der in Sternberg über die entsprechende Großtechnik – alarmiert, die anfallenden Wassermassen über ein Provisorium in den Waschbach zu führen.

Die Kameraden vom THW Wismar rückten ohne zu zögern an. Wenn man bedenkt, dass diese alle Ehrenamtliche sind und die Einsätze in ihrer Freizeit leisten, so der Ortsbeauftragte Conny Blut, ist das mehr als löblich. In einer Niederung am Waschbach wurde eine Havarie-Pumpe installiert und angeschaltet. Und außerdem wurden 200 Meter Schlauch entlang des Waschbachs verlegt, durch den 5000 Liter Wasser pro Minute gepumpt wurden. „Das entspricht in etwa 80 gefüllten Badewannen“, veranschaulicht Conny Blut, der Ortsbeauftragte vom Ortsverband Wismar des THW.

 An der kleinen Brücke, die über den Waschbach führt, verlegten die THW-Mitarbeiter Carsten Preuß und Merlin Bernitt eine Schlauchbrücke zum sicheren Überqueren für die Fußgänger.

Wie weiter zu hören war, findet das Wasser seinen Weg über die Wassermühle bis hinunter in den Sternberger See. Gestern Nachmittag schalteten die THWler die Pumpe erstmal ab.

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