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Anzeiger für Sternberg, Brüel, Warin

11. Dezember 2017 | 08:32 Uhr

Thurow : 430 Kubikmeter Schutt ausgeräumt

vom
Aus der Redaktion des Anzeiger für Sternberg – Brüel – Warin

Im Gutshaus in Thurow kommt Sanierung gut voran.

von
erstellt am 12.Feb.2015 | 16:56 Uhr

Die Enttäuschung steht den Eigentümern des Thurower Gutshauses ins Gesicht geschrieben. Zweimal wurde bereits in das Haus eingebrochen, das letzte Mal liegt erst wenige Tage zurück. Die Diebe hatten es auf das Werkzeug abgesehen, aber auch vor einer großen Truhe  nicht halt gemacht.  „Die haben wir seinerzeit zu viert in das Haus hineingetragen, weil sie so schwer ist“, sagt Marcel Engel. Worüber die Eigentümer sich ebenso ärgern, ist der Sachschaden, der bei den Einbrüchen entstanden ist, wurden die Türen doch mit brachialer Gewalt geöffnet.

Entmutigen lassen wollen sich Marcel und Leonard Engel davon in ihrem Tun aber nicht. Die beiden Hamburger hatten  vor einem Jahr Gutshaus und Park gekauft und sich umgehend an die Sanierung gemacht. Wie SVZ berichtet hatte, stand davor aber erst einmal das Auf- und Ausräumen und das Beseitigen von Bausünden aus vergangenen Jahrzehnten.  Insbesondere der letzte Eigentümer hatte viel mit Granulatputz und  Rigips gearbeitet.  „430 Kubikmeter Bauschutt und Abfall wurden entsorgt“, bilanziert Leonard Engel.  200 Farbeimer hat er als Letztes  aus dem Haus geräumt und beim  Schadstoffmobil kostenpflichtig abgegeben. „Jetzt ist das Haus von unten bis oben clean“.

Türen abgebeizt und Stuck abgewaschen
Parallel dazu sind die Eigentümer  schon ein gutes Stück bei der Sanierung vorangekommen und dass, obwohl sie so viel wie möglich original getreu erhalten  wollen. So sind der untere Bereich verputzt, die Türen abgebeizt und der Stuck zum Teil abgewaschen. Die gesamte Elektrik ist neu, so dass jetzt auch die Alarmanlage installiert werden konnte. Als nächstes wird die Wohnung fertig, so dass die Eigentümer dann auch  endlich einziehen können.

„Wir sind weiter gekommen als geplant und wir haben bislang keine Fehler gemacht“, freut sich Leonard Engel. Wenn andere sich ein paar Blumen in die Wohnung stellen, nehme er einen Hammer in die Hand und arbeite, sagt er. „Dann fühle ich mich zu Hause“. Er hatte  von Anfang an für das Gutshaus appelliert.

 Marcel Engel dagegen war ein wenig verhalten, bekennt er heute.  „Ich war Anfangs nicht wirklich davon überzeugt, dass es richtig war, es zu kaufen. Ich hätte nicht gedacht, dass wir zwölf Monate später schon so weit sind“. Beide wissen allerdings auch ein gutes Team an ihrer Seite.  Sie hätten viele positive Erfahrungen gemacht und viel Unterstützung erfahren, auch deshalb würden sie sich von den Einbrüchen nicht entmutigen lassen. Für Pfingsten sei sogar schon eine Ausstellung im Rahmen von „Kunst offen“ geplant.

Kontakt zu Nachfahren der Hauserbauer
Gefunden haben Engels inzwischen südlich von Hannover  auch  Nachfahren  des Erbauers Christoph Heinrich  Lübbe.  1984 waren die das erste Mal in Thurow, dann wieder vor drei Jahren. „Und da über den Zustand des Gutshauses so schockiert, dass sie gleich wieder weg wollten“, weiß Leonard Engel von ihnen, denn inzwischen gebe es einen regen und herzlichen Kontakt. Ein Treffen in Thurow stehe ganz oben an, sagt er. „Wir fragen viel und haben   schon einige alte Fotos  bekommen.  Wir wissen jetzt, wie das Garten- und das Damenzimmer früher ausgesehen haben und, dass es im Park einen Tennisplatz gegeben hat“, so Leonard Engel.

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