Kllekamp : 43 Schwarzwild seit April geschossen

Sitzung der Jagdgenossenschaft Ventschow/ Kleekamp.
Sitzung der Jagdgenossenschaft Ventschow/ Kleekamp.

Jagdgenossenschaft Ventschow/Kleekamp vergab Gemeinschaftsbezirk für die nächsten zwölf Jahre

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10. März 2016, 05:00 Uhr

Auf der Mitgliederversammlung der Jagdgenossenschaft Ventschow/ Kleekamp in Kleekamp wurde der Gemeinschaftsjagdbezirk neu vergeben. Dies erfolgt seit 1992 stets für zwölf Jahre. Dabei beließ es die Jagdgenossenschaft um dessen Vorsitzenden Dieter Gebhardt, der die Agrarprodukte e.G. Kleekamp leitet, bei Bewährtem. „Wir wollen relativ ortsnahe Jäger haben und uns keine fremden Jäger reinholen“, so Gebhardt.

Zum Vorstand der Jagdgenossenschaft Ventschow/ Kleekamp gehören neben Dieter Gebhardt auch noch sein Stellvertreter Arno Remus sowie Kassenwartin Karla Giese und Schriftführer Ivo Haase.

Den Zuschlag für die 752 Hektar erhielt weiterhin die Jagdpächtergemeinschaft mit dem Kleekamper Klaus Timm, dem Ventschower Joachim Fabian, Peter Neumann aus dem Landkreis Nienburg sowie – neu im Quartett gegenüber der vergangenen Vergabe vor zwölf Jahren – Dietmar Schwarz aus Weiße Krug. Letzterer ist freilich bereits seit drei Jahren dabei und hat „etliche Sauen geschossen“.

Laut Neumann, dem Sprecher der Jagdpachtgemeinschaft, betrug die Strecke (stets gezählt vom 1. April bis 31. März) „ein Rotwild, es war ein junger Spießer, sowie 43 Schwarzwild, davon sechs starke Bachen. So viel Schwarzwild haben wir nicht immer.“ Ferner seien es bisher, „der März ist ja noch nicht rum, 29 Rehwild, 19 Füchse, vier Marderhunde und ein Dachs“, so Neumann.

Laut Gebhardt brauchte die Wildschadenausgleichskasse im Berichtszeitraum seit dem 1. April 2014 nicht in Anspruch genommen werden. Dennoch sei in manchen Gebieten laut Agrarproduktechef „der Schaden an der Grenze“. Hier müsste die Bejagung intensiviert werden. Gebhardt nannte dabei u.a. den Bereich mit Koppel und Silo an der Döpe. „Die Koppel sieht schlimm aus. Die ersten Bachen haben Frischlinge und gucken nach Engerlingen für den Eiweißbedarf“, so Gebhardt.

Die 752 Hektar Gemeinschaftsjagd umfasst relativ viele Feldjagden, gerade auf einmal 20 Hektar befindet sich Wald.

Karla Giese wollte von den Waidmännern wissen, „ob hier in der Gegend auch schon der Wolf ist?“ Dazu Timm: „Wir haben einen Einzelwolf hier, durchmarschiert sind schon welche. Nachgewiesene Wolfsrisse gibt es noch nicht. Ganz MV ist Wolferwartungsland, damit müssen wir uns abfinden.“ Zudem sei der Marderhund „inzwischen flächendeckend“ und auch der Waschbär breitet sich immer mehr aus. „Keine 100 Meter von hier ist er“, sagte Timm im Versammlungsraum der Agrarprodukte in der Kleekamper Dorfstraße.

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