30 Bauplätze in Dabel : Armeegelände soll Wohngebiet werden

Will auf dem ehemaligen Armee-Areal in der Dabeler Straße der DSF Bauland schaffen: Investor Willem de Vos aus den Niederlanden.
Will auf dem ehemaligen Armee-Areal in der Dabeler Straße der DSF Bauland schaffen: Investor Willem de Vos aus den Niederlanden.

Alter Bebauungsplan für das ehemalige Armeegelände soll wiederbelebt werden. Investor Willem de Vos plant naturnahes Wohnen

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31. Juli 2020, 16:20 Uhr

Vor neun Jahren erwarb der niederländische Investor Willem de Vos das einstige Dabeler Armeegelände in der Straße der DSF, um es zu entwickeln. Lange wurde nichts daraus, seit 2019 ist Schwung in die Sache gekommen. Das verwilderte Gebiet wurde aufgeräumt, Straßenverläufe nebst Buswendeschleife sind freigelegt.

Kommunalpolitiker empfehlen die Entwicklung zum Wohngebiet

Der 2012 pleitegegangene Schlecker-Markt hat seit dem 23. Juni wieder einen Nutzer. Hier zog ein DHL-Zustellstützpunkt ein. Und jetzt befindet sich auch Weiteres auf gutem Weg. Auf dem 50 Hektar umfassenden Gelände sollen 30 Wohnhäuser entstehen. Erste Anfragen von Interessenten soll es bereits geben. Am Donnerstagabend befasste sich der Bauausschuss der Gemeinde Dabel mit dem „Städtebaulichen Vertrag Entwicklung Wohngebiet Straße der DSF“ und gab eine positive Empfehlung. Der Beschluss erfolgt auf der Sitzung der Gemeindevertretung am 6. August.

Die Realisierung des Bauvorhabens zur Schaffung von neuen Wohnangeboten durch die Wiederbelebung des „Bebauungsplanes Nr. 7“ übernimmt Investor de Vos auf eigene Kosten. Das ist Konsens.

Architekt entwickelt den Bebauungsplan

Für das Vorhaben gebe es laut Bürgermeister Jörg Neumann bereits „eine positive Stellungnahme vom Planungsverband Westmecklenburg.“ Dabel komme zugute, dass die Sache „im Vereinfachten Verfahren laut Paragraf 13 Baugesetzbuch über die Bühne gehen kann, weil hier schon einmal gebaut wurde“, informierte Neumann. Zudem sei ein wirksamer Flächennutzungsplan draufgelegt, „auch wenn dieser uralt ist“, so der Bürgermeister. Damit entfalle die Genehmigungspflicht. Neumann: „Der B-Plan kann durch den Architekten entwickelt werden.“

Ansiedlung vor allem junger Familien, Bestand der Kita

Für die Gemeinde sei wichtig, so Ausschussmitglied Torsten Edlich, dass sie einen Partner haben. „Die Gemeinde unterstützt bei der Wiederherstellung des B-Plans. Wir sollten das schnellstmöglich organisieren. Das ist gut für die Gemeinde. Es ist ein Geben und Nehmen.“ Für den Ausschussvorsitzenden Thomas Hiller ist die Belebung des Areals „eine Sache, die uns allen am Herzen liegt“. Die Gemeinde Dabel verfolgt mit dem Bebauungsplan gleich mehrere Ziele: Ansiedlung vor allem junger Familien, Bestand der Kita „Kunterbunt“ zum Erhalt der Kita-Plätze, Schaffung bezahlbaren Wohnraums im ehemaligen Ledigenwohnheim und Steigerung der Attraktivität durch die Möglichkeit naturnahen Wohnens.

DHL-Standort soll erweitert werden

Zudem werden Kindertagestätte und DHL-Standort gegenwärtig nur per Sondergenehmigung betrieben. Die Deutsche Post möchte im Zuge des B-Plans den Verteilstützpunkt gerne um bis zu 100 Quadratmetern erweitern und sich dann längerfristig für zehn Jahre hier einmieten. 2019 hatte Willem de Vos das einstige Schullandheim sowie auch die Kita vom Arbeiter-Samariter-Bund gekauft und diese dann an den ASB zurück vermietet. „Ich weiß, dass jeder happy ist“, so de Vos. Er brauche aber Sicherheit für weitere Investitionen. „Das ist ganz wichtig etwa für die Kita.“

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