Rückschau und Ausblick : 2018 wartet mit Herausforderungen

Für viele Sternberger ist der jährliche Neujahrsempfang ein 'Muss'
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Für viele Sternberger ist der jährliche Neujahrsempfang ein "Muss"

Zum Neujahrsempfang in Sternberg kamen zahlreichen Gäste aus Politik und Einwohnerschaft sowie eine Delegation aus der Partnerstadt Lütjenburg

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26. Januar 2018, 21:00 Uhr

„Wir sind jedes Jahr beim Neujahrsempfang dabei, das gehört sich so, wenn man sich für seine Stadt engagiert“, sagte das Ehepaar Steinberg am Donnerstagabend der SVZ. Die Eltern von Sternbergs 2. Bürgermeister und Kreistagspräsident Olaf Steinberg bezeichnen sich als Ur-Sternberger. Wie sie verfolgten zahlreiche Bürger der Stadt und ihre Gäste gespannt die Reden des Abends im großen Saal des Hotels „Dreiwasser“, zu DDR-Zeiten das örtliche Kulturhaus. „Bis vor zwei Jahren fanden die Neujahrsempfänge im Rathaussaal statt, aber der war dann zu klein, da standen wir zuletzt wie die Heringe“, erinnerten sich die ehemalige Russischlehrerin und der Bauingenieur in Rente.

Bürgermeister Armin Taubenheim würdigte in seiner Rede die Unterstützung der Stadtvertreter und Ausschussmitglieder bei der Umsetzung von Vorhaben und hob hervor, dass die Zusammenarbeit mit den Bürgermeistern aller amtsangehörigen Gemeinden lobenswert und vertrauensvoll sei und ihm Freude bereite. Bei seinem Rückblick auf 2017 erinnerte er daran, wie sehr zu Beginn des vergangenen Jahres der Schulstandort Sternberg in Gefahr war, der Verlust des Gymnasiums drohte. „Alle Gemeinden haben die Vereinbarung zur Finanzierung der KGS Sternberg mit dem Landkreis unterschrieben und leisten so ihren jährlichen Beitrag in Höhe von mehr als 300 000 Euro“, so Taubenheim. „Ich freue mich, dass es gelungen ist, den Schulstandort mit Gymnasium zu sichern und bedanke mich bei allen, die sich dafür eingebracht und daran mitgewirkt haben.“

Ein weiters heikles Thema war die Aufforderung durch das Landesförderinstitut, nicht anerkannte aber geförderte Annuitätenleistungen aus dem Zeitraum 1995 bis 1997 für Städtebaumaßnahmen in Höhe von rund 93 000 Euro zurückzuzahlen. Der Vorteilsausgleich in Höhe von 70 000 € wurde zurück gefordert. Der sei dadurch entstanden, dass die Fördermittel für die nicht anerkannten Städtebaumaßnahmen mit jährlich vier Prozent verzinst wurden. Dies wiederum wurde damit begründet, dass die Zusagen der Fördermittel immer nur vorläufig sind und keinen endgültigen Status erreicht haben. Gegen diesen Bescheid hatte die Stadt Widerspruch eingelegt, der jedoch zurückgewiesen wurde. Zum Glück wurden im Mai die Anträge der Stadt positiv beschieden, den Forderungsbetrag aus dem städtischen Haushalt bis zum 31. Dezember 2019 in das städtebauliche Sondervermögen einzahlen zu dürfen. „Wir haben die Zeit gewonnen, die wir für die Sanierung weiterer Gebäude in der Innenstadt brauchen, um das vorhandene Geld effektiv einsetzen zu können“, erläuterte das Stadtoberhaupt. In diesem Zusammenhang berichtete Taubenheim, das Förderanträge für die Sanierung des Museums gestellt wurden. Das Gebäude aus dem Jahre 1747 bildet mit den historischen Gebäuden Kirche, Marktplatz mit Postgebäude, Rathaus und Raiffeisenbank sowie der Stadtmauer mit Mühlentor den Kern der historischen Altstadt.

„Das neue Jahr wird uns vor Herausforderungen stellen, die unsere ganze Kraft und Aufmerksamkeit erfordern werden“, sagte der Bürgermeister beim Blick in die Zukunft. Als Vorhaben nannte er die Fortsetzung der Sanierung der Innenstadt mit Städtebaufördermitteln bei den Gebäuden Großer Spiegelberg 6 und Fischerstraße 15 sowie die grundlegende Sanierung mit Anbau eines Zuschauerbereiches der Sporthalle der Grundschule im Finkenkamp. Auch die Sanierung des Fußweges von der Karl-Marx-Straße zum Vereinshaus (Bahnhof) steht an, so wird eine Ersatzvariante für den nicht realisierbaren Fußweg von der Karl-Marx-Straße zum neuen Einkaufszentrum geschaffen.

Dirk Sohn, der Bürgermeister der Stadt Lütjenburg, mit der Sternberg seit dem 2. Oktober 1990 eine Partnerschaft verbindet, meinte in seiner unterhaltsamen Ansprache, eigentlich müsse er in Taubenheims Rede nur die Städtenamen austauschen, so sehr würden sich die Probleme ähneln.

Überhaupt war der Abend geprägt vom freundschaftlichen Umgang der Vertreter beider Partnerstädte miteinander. Der ehemalige Bürgermeister Jochen Quandt erzählte der SVZ, wie am Tag nach Weihnachten 1989 Sigurd Zillermann samt Ehefrau an der Tür seiner Wohnung standen und sagten: „Wir wollen eine Partnerschaft mit Euch!“ Dirk Sohn lobte, wie die Väter der Partnerschaft wie Bruno Pischel und Volker Zillermann es geschafft hätten, die Partnerschaft auch der nächsten Generation ans Herz zu legen und sie so lebendig zu halten.

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